The Productive Cities – Die produktiven Städte

Wettbewerbsstart: EUROPAN 14

Meldungen, 13. Februar 2017
Von: Carsten Sauerbrei

Bild: EUROPAN Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau e.V.

Am 13. Februar startet der europäische Ideenwettbewerb für Architektur und Städtebau EUROPAN zum vierzehnten Mal. Bis zum 30. Juni sind Architekten und Planer unter 40 Jahren aufgerufen, sich mit der Integration von Wohnen, Produktion, Arbeit und Freizeit auseinanderzusetzen.

Gesucht werden beim diesjährigen Wettbewerb, dessen Ergebnisse europaweit am 1. Dezember bekannt gegeben werden sollen, Ideen und Konzepte, «wie die produktive Ökonomie als integrativer Bestandteil in die Stadt zurückgeholt und damit eine nachhaltige Entwicklung der Städte durch gemischt genutzte Quartiere, alternative Energie und hybride Nutzungskonzepte ermöglicht wird, die dem Bedürfnis der Menschen nach einer Stadt der kurzen Wege genügt und die eine Vielfalt von Lebensweisen, Kulturen und Nutzungen ermöglicht», wie es in der Auslobung heißt.

Projektgebiet im Aschaffenburger Stadtteil «Damm». (Bild: EUROPAN Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau e.V.)

Zu Beginn von Europan 14 findet am 24. Februar ein Informationsforum im «CLB Berlin im Aufbau Haus» am statt, wo zuvor schon, ab dem 10. Februar die Ergebnisse des Wettbewerbs «Europan 13 - The Adaptable City 2» ausgestellt werden. Im Rahmen des Forum gibt es die Möglichkeit zu thematischen Diskussionen und zum Austausch mit Vertretern der Städte, die sich am «EUROPAN 14 – Verfahren» beteiligen. In Deutschland sind dies Aschaffenburg, Hamburg, München, Neu- Ulm und Zwickau.

Projektgebiet Hamburg: «Elbinselquartier» Wilhelmsburg. (Bild: EUROPAN Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau e.V.)

Dabei setzen die deutschen Standorte jeweils eigene Schwerpunkte. In Aschaffenburg steht die Neuordnung des Stadtteils «Damm» im Mittelpunkt der Aufgabe, insbesondere Konzepte für ein 9-geschossiges Hochhaus aus dem Jahre 1967. In Hamburg sollen für das Wilhelmsburger «Elbinselquartier» konkrete Nutzungsvisionen und Programme im Hinblick auf Produktion und deren architektonische Umsetzung entwickelt werden.

Eines von zwei Münchner Projektgebieten – Wohnsiedlungen in Neuperlach. (Bild: EUROPAN Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau e.V.)

Modellhaft untersucht werden soll in München die Nachverdichtung von Parkplatzarealen in Wohnsiedlungen der Nachkriegsmoderne in zwei Projektgebieten in München-Neuperlach und Taufkirchen-Am Wald. Die Stadt Neu-Ulm wünscht sich dagegen Ideen für eine städtebauliche Neuordnung und Nachverdichtung des einstigen «family housing area» des US-Militärs im Stadtteil Vorfeld und dabei insbesondere nach Konzepten für das Areal der ehemaligen Grund- und Fachhochschule.

Projektgebiet Neu-Ulm: Einstiges «family housing area» des US-Militärs im Stadtteil Vorfeld. (Bild: EUROPAN Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau e.V.)

In Zwickau soll schließlich der östlich der Innenstadt gelegene, neue Freizeit- und Erlebnisbereich «Muldeparadies», der bisher aufgrund von Plattenbauten vom historischen Altstadtkern aus kaum wahrnehmbar ist, besser angebunden und in ein gemischt genutztes Quartier transformiert werden.

Zwickauer Projektgebiet, der Freizeit- und Erlebnisbereich «Muldeparadies». (Bild: EUROPAN Deutsche Gesellschaft zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau e.V.)


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