Kirche St. Michael in Heiligenstadt

Gutachterverfahren 2009; 1. Platz

Der Altarraum – die Basis der liturgischen Handlungen – schwebt über dem Boden des Hauptschiffes und ist über vorgesetzte Stufen begehbar. Weitere Stufen, in gleicher Materialität, leiten zum Presbyterium.
Die asymmetrische Öffnung des Presbyteriums zum Hauptschiff wird in der liturgischen Neugestaltung mit einbezogen. Durch die symmetrische Ausrichtung zum Langhaus wird das historische Kreuz im Altarraum aufgegriffen – das Kreuz wird Teil des Altarraums.
Der Altarraum wirkt durch seine schwebende Lage und seine Materialität als eigenständiges Element. Er ist der neue Baustein in der historischen Kirche.

Der Altar nimmt Bezug auf den Ort des Tabernakels und auf das Hauptschiff der Kirche – er ist das Zentrum. Die Basis des Stipes ist zum Hochaltar ausgerichtet. Die 33 brünierten Edelstahlplatten des Stipes symbolisieren die Lebensjahre Christi und sind jeweils zueinander verschwenkt. Sie leiten damit zur Mensa und ihrer Ausrichtung über.

Ambo und Sessio sind zur geometrischen Mitte des Versammlungsraumes ausgerichtet.

Die Form des Ambos erinnert an ein geöffnetes Buch – das Evangeliar – aus dem das Wort Gottes verkündet wird. Das Evangeliar fügt sich harmonisch in die Form des Ambos. Ambo und Evangeliar bilden ein harmonisches Ganzes. Nach der Verkündigung bietet der Ambo die Möglichkeit das Evangeliar der Gemeinde sichtbar zu präsentieren.





Ort
Hohe Warte 72
1190 Wien
Jahr der Fertigstellung
2010
Auslobung / Bauherr
Stift Klosterneuburg / Pfarre Heiligenstadt

Mitarbeiter
Geiswinkler & Geiswinkler

Sigrid Krendl, Roland Radda, Simone Wesp

Visualisierung
Geiswinkler & Geiswinkler

Statik
Gmeiner & Haferl

Stahlbau
Fa. Kamper Metallbau

Fertigstellung
2010