Friedhofserweiterung in Batschuns

“Lehmige Luft in Luzifers Leuchtturm“
Die Friedhofserweiterung in Batschuns ist der gewagte Einsatz des gestampften Lehms für alle tragenden Bauteile und die daraus erwachsende sonderbare Anmut der Anlage, der vielleicht ursprünglich gar nicht explizit angestrebte Rekurs auf Vergänglichkeit. Das vom erfahrenen Schlinser Lehmbaumeister Martin Rauch, der diesem uralten Baumaterial über viele ansprechende Realisierungen eine unerwartete Aktualität in der Gegenwartsarchitektur zurückerobert hat, betreute Projekt, schert aus der pragmatischen Tendenz aus, in der die meisten Friedhofsanlagen nun rationalisiert angelegt werden.

Die Presse | Walter M. Chramosta