Franziskanerkloster

Das Provinzialat als Eigentümer beabsichtigte im Jahr 2003 das bestehende 300 Jahre alte Kloster umzubauen und general zu sanieren. Zielsetzung des Umbaus ist ein zeitgemäßes Kloster in funktioneller, technischer und architektonischer Hinsicht für die Brüdergemeinschaft herzustellen. Das gesamte Kloster steht unter Denkmalschutz.

Die äußerst knappe Bauzeit von nur einem Jahr setzte eine absolut sorgfältige Vorbereitung des Projektes voraus.

Konzept: Der Dialog  zwischen der schlichten Mendikantenarchitektur der Franziskaner, dem Denkmalschutz und unserer  Architektursprache war uns ein großes Anliegen. Das Raumkonzept und das Funktionsprogramm wurden in enger Zusammenarbeit mit den, im Kloster lebenden, Padres erarbeitet.
Das Kloster wurde barrierefrei umgebaut. Ein Personenaufzug von der Krypta bis ins Dachgeschoss verbindet die vier bestehenden Geschosse. Sämtliche Fenster  und Türen wurden ausgetauscht.
 
Die bestehenden Kreuzgewölbe und alle Wandflächen wurden restauriert, die Oberflächen mit Kalkdünche behandelt. Generell wurden neue Fußbodenaufbauten ausgeführt. Die bestehenden Deckenkonstruktionen wurden auf ihre statische Tauglichkeit hin überprüft und teilweise verstärkt. Im 1. Obergeschoss  befinden sich die Zellen der Brüder, wovon sechs mit Nassräumen ausgestattet wurden. Die übrigen Räume erhielten ein Funktionselement mit Waschbecken.

Die gesamte Infrastruktur für Heizung, Lüftung, Sanitäre und Elektrik musste komplett erneuert werden. Die Außenfassade wurde restauriert um eine einheitliche Oberflächenstruktur zu erzielen. Die Außenanlagen sind mit Einbeziehung des Klostergartens gestaltet worden.