bildungs- und nahversorgungszentrum WEST

Innsbruck
Architects
peter reiter architekten
Any
2011

Eine nicht wirklich anheimelnde Gegend, eine lange Hinterhoffassade von Bau- und Lebensmittelmarkt, ein Schnittpunkt von Verkehrsströmen lassen kaum Poesie aufkommen. Richtig scheint uns die Aufwertung des Ortes mit einem starken, autonomen und lebendigen Organismus.

Die vorhandenen Lärmquellen im Norden und Osten wie auch der Wunsch nach Freiklassen verlangen Introvertiertheit und Ruhe bei gleichzeitiger Offenheit.

Die Benutzer der Schule sind im öffentlichen Raum sichtbar. Ihr Weg führt aber doch rasch weg vom Straßengeschehen, hebt sich klar vom Einkaufszentrum ab auf den 5 m höheren, morgenbeschienenen Vorplatz. Foyer, Garderobe und großzügige Freitreppe zelebrieren die Frei- und Pausenflächen und bieten eine spannendes Raumerlebnis.

„Schulanlagen werden nicht für spezifische pädagogische Konzepte entwickelt. Sie müssen vielmehr unterschiedliche Lehr - und Lernformen ermöglichen..“

Entlang der durchgehenden Mittelzone sind zwei weitere, Ruhe stiftende Atrien angeordnet.

Keine der Stammklassen ist zu den lauten Strassen orientiert, dennoch sind Blickbeziehungen vom Schulinneren nach außen und umgekehrt möglich. Die 4 Klassencluster pro Geschoss sowie die Sonderräume sind zusätzlich durch offene Brücken quer verbunden. Es werden so vielfältige, mehrdimensionale Wegbeziehungen ermöglicht.

Die attraktivste Verkaufsseite, Nord- und Nordwestecke werden zum zweigeschossigen Schaufenster, die Eingänge der Mall kreuzen sich an den Magneten Großmarkt und Textilgeschäft.

Der Markt wird mit der ersten Parkebene zusammengelegt. Neben den praktischen Vorteilen für Kunden mit dem Auto eröffnet sich für den Fussgänger und Mall - Flaneur ein phantastischer Überblick von atemberaubender Großzügigkeit. Außerdem erhält der Markt durch die vierseitige Fassade und die zweiseitige Galerie eine enorme Aufwertung.

Die Kombination von Nahversorgung und Bildung ist durchaus diskussionswürdig. Wir sehen die optimale zukunftsoffene Schule oben im Verhältnis zum quirligen Einkaufsgeschehen unten als eine gelungene Metapher:

Der GEIST erhebt sich ÜBER den KONSUM.

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