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HK Architekten
15. April 2022
Foto: Roland Wehinger

1997 ergänzten HK Architekten die Propstei St. Gerold in Vorarlberg um eine elegante Reithalle. Nun haben sie den Holzbau saniert, umstrukturiert und mit zusätzlichen Räumlichkeiten versehen.

 

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?

Wir durften die Reithalle in St. Gerold 1997 planen und realisieren. 2021 erhielten wir den Auftrag, das Bauwerk zu sanieren. Wir haben es im Zuge dessen umstrukturiert und einen Seminarraum, ein Büro und eine Garderobe ergänzt.

 

Foto: Roland Wehinger
Foto: Roland Wehinger
Welche Inspiration liegt diesem Projekt zugrunde?

 

Die Grundlage war natürlich die bestehende Reithalle, die wir im Herbst 1997 fertiggestellt haben. Sie wurde als Ergänzung zum historischen Ensemble des Klosters gebaut, das an einem steilen Südhang liegt. Bei der bestehenden Halle handelt es sich um einen eleganten, leichten Holzbau, dessen Pultdach dem Hangverlauf folgt und dessen Fassade in großflächig gegliederte Glaswände aufgelöst ist. Das Dach scheint über dem Hang zu schweben, und das Gebäude wirkt auf seinen beiden Längsseiten als eingeschossiger Baukörper, weil das Auge den Geländesprung überspielt.

 

Foto: Roland Wehinger
Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?

 

Uns war schon Mitte der 1990er-Jahre wichtig, dass sich die Reithalle gut zwischen die historischen Bauten der Klosteranlage einfügt. Dies haben wir insbesondere durch die Materialität und die Oberflächen erreicht. Bei der Sanierung sind wir dieser Haltung treu geblieben.

 

Foto: Roland Wehinger
Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?


Die Auskleidung der Innenräume erfolgte nach einheimischer Handwerkstradition mit hochwertigen regionalen Materialien. Die Bereiche des oberen Geschosses sind ganz in Esche gefasst, sowohl der Riemenboden als auch das Täfer und die Lattendecke wurden in dem kräftig gemaserten Holz ausgeführt. Die barrierefreie Rampe, der kleine Sitzplatz für Zuschauer und die Banden in der Reithalle fügen sich hingegen aus fein gehobeltem Fichtenholz, während die tragenden Massivwände mit rau strukturiertem Lehm verputzt wurden.

 

Foto: Roland Wehinger
Foto: Roland Wehinger
Bauwerk
Propstei St. Gerold – Reithalle, errichtet 1997, saniert 2021
 
Standort
Pater-Nathaniel-Weg 29, 6722 St. Gerold
 
Nutzung
Reithalle
 
Auftragsart
Sanierung: Direktvergabe, 2021
Errichtung: Direktvergabe, 1997
 
Bauherrschaft
Kloster Einsiedeln / Propstei St. Gerold
 
Architektur Sanierung
HK Architekten, Hermann Kaufmann + Partner ZT GmbH, Schwarzach 
Projektleitung: DI Christoph Lauritsch
Mitarbeiter: Florian Schwender M.A.
Kostenplanung: Arch. DI Roland Wehinger
Bauleiter: BM DI Eugen Keler
 
Architektur Errichtung
HK Architekten, Hermann Kaufmann + Partner ZT GmbH, Schwarzach 
Projektleitung: Wolfgang Elmmenreich
Mitarbeiter*innen: DI Reinhard Muxel
 
Fachplaner Sanierung
Elektroplanung: Norbert Steiner, Nüziders
HLS Planung: E-Plus Planungsteam GmbH, Egg
Statik: merz kley partner GmbH, Dornbirn
Bauphysik: WSS - Wärme und Schallschutztechnik Schwarz, Frastanz 
Entwässerungsplanung: M+G Ingenieure, Feldkirch
Geotechnik: Geotechnik Dönz, Schruns
Vermessung: AVD Vermessung ZT, Dornbirn
 
Fachplaner Errichtung
Tragwerksplanung: merz kaufmann partner GmbH, Dornbirn
 
Jahr der Fertigstellung
2021 (Sanierung), 1997 (Errichtung)
 
Auszeichnung
Vorarlberger Hypo-Bauherrenpreis 1998
Preis für Neues Bauen in den Alpen 1999 
IOC/IAKS AWARD Bronze 2003
 
Fotos
Arch. DI Roland Wehinger 

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