Kraftvolles Passstück

Baukooperative
8. November 2019
Foto: Baukooperative GmbH

In Neuhaus hat das Team der Baukooperative einen Zubau zu einem Veranstaltungssaal inmitten einer schönen Parklandschaft gestaltet. Michael Karasek erklärt, wie es gelang, das vergleichsweise große Volumen so in den Grünraum einpassen und auszugestalten, dass dieser nicht beeinträchtigt wird.

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?

Der Bauplatz liegt in einem großzügig angelegten Park. Unser besonderer Anspruch war es daher, die relativ große Baumaße in diesen zu integrieren, ohne dass diese eine Barriere darstellt. Wir haben die Betonscheiben so ausgerichtet, dass viel Transparenz gewährleistet und der Grünraum in seiner Größe und Schönheit nicht unterbrochen wird. 

Foto: Baukooperative GmbH
Foto: Baukooperative GmbH
Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?

Der Entwurf wurde aus der Umgebung und den Bestandsbauten abgeleitet. Die Rundbogenfenster und das Tonnendach des bestehenden Veranstaltungssaals wurden als Stilelemente im Innenraum aufgegriffen.

Inwiefern haben Bauherrschaft, Auftraggeber oder die späteren Nutzer*innen den Entwurf beeinflusst?

Da wir mit dem Bauherrn schon mehrere Projekte realisiert haben, wurde uns »blindes« Vertrauen entgegengebracht. Unser Entwurf fand mit seinem offenen Raumprogramm sofortige Zustimmung. Wir konnten ihn hernach konsequent und ohne einschneidende Änderungen realisieren.

Foto: Baukooperative GmbH
Foto: Baukooperative GmbH
Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?

Wir konnten mit für uns neuen Baustoffen und ungewöhnlichen Formen experimentieren. Daher hat es einen ganz besonderen Stellenwert für uns.

Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?

Bei diesem Projekt haben wir mit Dämmbeton gearbeitet. Die Gebäudeform mit Betonscheiben, welche die Klimahülle durchdringen, macht das Objekt anfällig für Kältebrücken. Zunächst haben wir versucht, diese Herausforderung unter Verwendung von gewöhnlichem Beton und mit dem Einbau einer konventionellen Wärmedämmung zu meistern. Eine wirklich gute Lösung haben wir dabei jedoch nicht gefunden. Gemeinsam mit der Baufirma, mit der wir in sehr engem und konstruktiven Austausch standen, haben wir dann entschieden, das Haus in Dämmbeton auszuführen.

Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?

Dämmbeton – ohne diesen wäre, wie gesagt, die jetzige Gebäudeform gar nicht möglich gewesen; ohne ihn wäre unser Objekt nicht derart stark mit der Parklandschaft verbunden und verzahnt. 

Name des Bauwerks Salon Neuhaus
Ort Badgasse 2, 2565 Neuhaus
Nutzung Zubau zu einem Veranstaltungssaal
Auftragsart Direktauftrag
Bauherrschaft Starlinger & Co GmbH
Architektur Baukooperative GmbH, Laaben: Thomas Trippl, Michael Karasek, Christian Kausl
Jahr der Fertigstellung 2018
Kunst am Bau David Leitner, Wien: Digitaldruck auf Akustikdecke
Fotos Baukooperative GmbH

Vorgestelltes Projekt

Peter W. Schmidt Architekten

Führungs- und Lagezentrum, Polizeipräsidium

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