Neubau in großer Höhe

LANG VONIER Architekten ZT GmbH
10. Juni 2022
Innenraum mit Schattenspiel der PV-Fassade (Foto © Doppelmayr Seilbahnen GmbH/Mathäus Gartner)

Die in die Jahre gekommene Sechser-Gondelbahn Valisera wurde zu einer leistungsfähigeren 10er-Gondelbahn umgebaut. Die neue Anlage von LANG VONIER Architekten steigert den Komfort und hilft auch, Wartezeiten im Tal zu reduzieren. Thomas Hennerbichler beantwortet unsere Fragen zum Projekt.

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?

Es war ein seilbahnrechtlicher Umbau, die Streckenführung wie auch die Stationsstandorte blieben bei der Zwischen- sowie der Bergstation gleich, somit wurde kein weiteres Grundstück verbaut. Bei der Bergstation wurden Teile des Bestandsgebäudes erhalten. Die Zwischenstation wurde so weit wie möglich in den Berg versenkt und die Skipiste führt nun über das Dach des Gebäudes.

Blick Bergstation (Foto © Doppelmayr Seilbahnen GmbH/Mathäus Gartner)
Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?

Durch das Versenken in das Berggelände wurde das Gebäude und die Skipiste gut in die Natur eingebettet. Die Terrasse auf dem Dach ermöglicht einen weiten Blick auf die umliegenden Berge im Verwall und Silvretta.

Fassade mit Photovoltaik und Betonfertigteilen (Foto © Doppelmayr Seilbahnen GmbH/Mathäus Gartner)
Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?

Ja, es gab eine Reduktion beim Volumen der Zwischenstation, jedoch wurden auch Möglichkeiten zur Erweiterung mitgedacht. Diese sind in einem ersten Schritt bereits in Planung.

Foto © Doppelmayr Seilbahnen GmbH/Mathäus Gartner
Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?

Es ist bereits die vierte Seilbahn für die Silvretta Montafon. Diese folgen einem vorgegebenen Materialkonzept. Sämtliche Gebäude sind in Massivbauweise errichtet, die Formen der Baukörper sind reduziert, schlicht und minimalistisch.

Bergstation Valisera (Grundriss: LANG VONIER Architekten ZT GmbH)
Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?

Bei der Bergstation wurde eine Photovoltaikfassade errichtet, die zugleich auch als Vogelschutz fungiert. Herausfordernd war auch das Bauen auf 2000 Metern Höhe sowie das kleine Zeitfenster – deshalb entschieden wir uns für Betonfertigteile und eine Präfabrikation von Bauteilen in Form von Hohlwandelementen und Elementdecken.

Bergstation Ansicht West (Plan: LANG VONIER Architekten ZT GmbH)
Bauwerk
Valisera Bahn

Standort
St. Gallenkirch 198, 6791 St. Gallenkirch

Nutzung
Sonderbauten, Bergbahn

Auftragsart
Direktauftrag

Bauherrschaft
Silvretta Montafon Bergbahnen GmbH, Silvrettaplatz 1, 6780 Schruns

Architektur
LANG VONIER Architekten ZT GmbH, Bahnhofstraße 15a, 6780 Schruns

Seilbahnplanung
Salzmann Ingenieure ZT GmbH, Angelika-Kauffmann-Str. 5, 6900 Bregenz

Seilbahnlieferant
Doppelmayr Seilbahnen GmbH, Konrad-Adoppelmayr-Straße 1, 6922 Wolfurt

Bauunternehmen
HTB Baugesellschaft mbH, Landstraße 19, 6712 Nüziders
Swietelsky AG, Bruggfeldstraße 31, 6500 Landeck

Betonfertigteile
Concrete Rudolph GmbH, Steinbißstraße 15, 88171 Weiler-Simmerberg

Statik
Mader Flatz ZT GmbH, Belruptstraße 44, 6900 Bregenz

Bauphysik
WSS – Wärme- und Schallschutztechnik, Alte Landstraße 39, 6820 Frastanz

Jahr der Fertigstellung
2021
Fotos
Doppelmayr Seilbahnen GmbH/Mathäus Gartner

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