Wiener Leuchtfeuer

O&O Baukunst
4. September 2020
Foto © Robert Smely / O&O Baukunst

Das Büro O&O Baukunst durfte den Ausstellungs- und Veranstaltungsbau »Libelle« auf dem Dach des Leopold Museums hoch über Wien gestalten. Laurids Ortner beantwortet unsere Fragen zum Projekt.

Worin liegt das Besondere an dieser Bauaufgabe?


In der einzigartigen Situierung: Die »Libelle« befindet sich auf dem Dach des Leopold Museums im Wiener Museumsquartier, das Kaiserforum und die innere Stadt zu Füßen.

Blick in Richtung Burgtor und Kunsthistorisches Museum (Foto: Paul Hempt © Studio Kowanz)
Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?


Wenn die geschwungene gläserne Figur auf dem steinernen Kubus des Leopold Museums aufsetzt, geraten zwei Prinzipien der Architektur aneinander: die geschlossene, steinerne Rätselhaftigkeit gegen das anmutig-offene Angebot zum Austausch.

Wie hat der Ort auf den Entwurf eingewirkt?


Einen so markanten Bauplatz gibt es – wenigstens in Wien – kein zweites Mal. Hier ist das kulturelle Zentrum und ein Hotspot der Stadt.

Öffentlich zugängliche Aussichtsplattform (Foto: Hertha Hurnaus)
Inwiefern haben Bauherrschaft, Auftraggeber oder die späteren Nutzer*innen den Entwurf beeinflusst?


Bauherr war die MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH. Christian Strasser, ihr Direktor, hat uns und den beteiligten Künstlerinnen weitgehend freie Hand gelassen.

Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?


Geringfügige Anpassungen an die spätere Nutzung für unterschiedliche Events wurden vorgenommen. Im Prinzip ist aber alles so, wie es der erste Entwurf vorsah.

Blick von der Panoramaterrasse auf die »Libelle« (Foto: Hertha Hurnaus)
Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?


An große Projekte, etwa für die Daimler AG oder die Wüstenrot & Württembergische AG, die in unserem Büro geplant werden, sind andere Anforderungen gestellt. Die freie Form der »Libelle« entspricht ihrer Aufgabe als Zeichen des Museumsquartiers und Schmuckstück für die Stadt.

Blick aus dem Pavillon auf das Kaiserforum (Foto: Hertha Hurnaus)
Situation
Grundriss
Name des Bauwerks
»Libelle«
 
Standort
Museumsplatz 1, 1070 Wien
 
Nutzung
Multifunktionelles Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude
 
Auftragsart
Direktauftrag
 
Bauherrschaft
MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH
 
Architektur
O&O Baukunst, Wien
Projektverantwortlicher Architekt: Laurids Ortner
Projektleiter: Willi Fürst
Projektteam: Rhett Schweiger, Luise Dennig, Carina Keller
Künstlerische Gestaltung Fassade: Eva Schlegel 
Kunstinstallation Panoramaterrasse: »Lichtringe« von Brigitte Kowanz
 
Fachplaner 
Generalfachplaner: Arge FCP Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH und Vasko+Partner Ingenieure ZT für Bauwesen und Verfahrenstechnik GmbH mit Tragwerksplaner: Raunicher + Partner Bauingenieure ZT GmbH
 
Jahr der Fertigstellung
2020
 
Fotos
Paul Hempt für Studio Kowanz, Hertha Hurnaus, DroneProject Robert Smely und O&O Baukunst

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