Adresse für Auktionen

6. Februar 2018
An der Schnittstelle zwischen der niedrigen, historischen Stadt und der aufragenden, zeitgemäßen Metropole findet ein Wechsel in der Architektursprache statt. Foto Büro Ole Scheeren
Ende Januar wurde im Zentrum Pekings, hart am Rand eines Hutongs, das Kunstzentrum des ältesten chinesischen Auktionshauses eröffnet. Geplant hat es das Büro Ole Scheeren.
Die Zeitschrift Focus stellt bei einer Präsentation des Projektes den Bauherrn China Guardian Auctions Co. Ltd. als das älteste chinesische Auktionshaus vor. en.wikipedia.org bestätigt diesen Superlativ und nennt auch das Gründungsjahr: 1993. Das Projekt des Büros Ole Scheeren ist ein multifunktionaler Komplex. Er befindet sich wenige Schritte von der Nordostecke der Verbotenen Stadt an einer sehr zentralen Lage. Der schichtweise versetzt aufragende, bis neun Geschosse hohe Bau grenzt direkt an ein traditionelles Hutong-Quartier mit seinen für Peking typischen niedrigen Steinbauten, die sich um Höfe versammeln.
Die Darstellung zum Fassadenkonzept zeigt, wie das Gebäude auf lokale Traditionen und Gegebenheiten reagiert und sich eingliedert. Bild: Büro Ole Scheeren
Das Guardian Art Center versteht sich als grundsätzlich als «Maschine für Ausstellungen und Veranstaltungen». Es bietet große, stützenfreie Räume und Säle, die sich flexibel nutzen lassen. Es enthält zudem verschiedene Restaurants und ein Hotel mit 116 Zimmern. Die in «Pixel» aufgelöste untere Partie, erweist dem bestehenden Stadtgefüge seine Reverenz und ist um eine Eingliederung des Großvolumens bemüht, die oberen Geschosse beziehen sich auf den Maßstab der jüngeren städtebaulichen Entwicklung, sie bilden einen Ring, der einen Hof umschließt. Er ist mit einem überdimensionierten Glas-«Mauerwerk» versehen. Das Gebäude dokumentiert eine interessante Auseinandersetzung mit dem Verlangen nach Monumentalität und Repräsentation und dem Wunsch nach einer angemessenen Integration in ein bestehendes urbanes Gefüge.
Die Schnittperspektive offenbart ein vielseitiges Raumprogramm, das sich tief in Pekings Untergrund ausdehnt. Bild: Büro Ole Scheeren

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