Auf ein Bier am Rhein

Manuel Pestalozzi
14. Juli 2020
Der neue Pavillon wird den Blick auf die Schweizer Seite des Hochrheinstädtchens freigeben. (Visualisierung: Schaudt Architekten und w+p Landschaften)

Die deutsche Kleinstadt Rheinfelden am Hochrhein liegt der gleichnamigen historischen Schweizer Stadt gegenüber. Ihre Uferzone beim Zollhaus soll aufgewertet werden. Aus einem Wettbewerb ging ein schnittiger Biergarten siegreich hervor.

Gesucht wird in Rheinfelden schon seit einiger Zeit eine neue Lösung für den Zollpavillon und dessen Umfeld bei der alten Rheinbrücke. Die deutsche Stadt hatte für das Vorhaben, das auch Innengastronomie und einen Biergarten umfassen sollte, einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Mit Corona-bedingter Verspätung konnte am 9. Juli 2020 schließlich das Siegerprojekt vorgestellt werden. Es stammt von einem Team aus den Büros Schaudt Architekten aus Konstanz und w+p Landschaften mit Niederlassungen in Berlin, Offenburg und Schiltach.

Die Gestalter*innen schlagen ein zweigeschossiges Holzgebäude mit Satteldach vor. Quer zu diesem soll sich ein Pavillon erstrecken, der beim Brückenkopf eine Freifläche am Ufer östlich abschließt. Das Projekt soll zusammen mit dem denkmalgeschützten Wohnhaus »Salmegg« auf der anderen Seite der Brückenzufahrt ein Ensemble bilden. Die neue Anlage wird laut Fachpreisrichter Eckart Rosenberger, Architekt aus Fellbach, Zoll und Gastronomie zusammenbringen, berichtet der Südkurier. In dem der Straße zugewandten Teil des Neubaus soll der Zoll untergebracht werden. Dahinter wird sich der Gastronomiebereich befinden, der sich zum Biergarten mit der Pavillonstruktur öffnet.

Auch die Zollverwaltung war an der Jurysitzung vertreten. Sie hatte sich vorher dem Wunsch der Stadt angeschlossen, das 1'363 Quadratmeter große Grundstück neu zu gestalten. Der nächste Schritt zur Realisierung ist der Grunderwerb von der Zollverwaltung – und die Suche nach möglichen Investoren. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt erinnerte daran, dass Rheinfelden 2022 Stadtjubiläum feiert. Schön wäre es, wenn das Projekt dann schon stünde… Und da zeigen sich die Verantwortlichen zuversichtlich.

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