Bauen für die Industrieforschung

 Manuel Pestalozzi
8. November 2018
Institutsbau und Parkhaus lassen sich mit bis zu zwei zusätzlichen Bauten ergänzen. Bild: Henning Larsen
Am 5. November wurde einem Richtfest das planmäßige Ende der Rohbauarbeiten bei einem neuen Fraunhofer-Institutsgebäude in Augsburg gefeiert. Beton spielt eine Hauptrolle.
Das neue Institutsgebäude der Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV mit zugehörigem Parkhaus wurde vom international tätigen dänischen Architekturbüro Henning Larsen geplant. Beide Baukörper sind so angelegt, dass der Komplex später mit zusätzlichen Bauten erweitert werden kann. Institutsgebäude und Parkhaus bestehen aus zwei beziehungsweise vier Stockwerken und sind rund elf Meter hoch. Alle Wände und Decken sind aus Sichtbeton.

Architektonisch besticht der Neubau durch eine sogenannte Spine, neudeutsch für Rückgrat. Dabei handelt es sich um einen langen Verbindungsgang in beiden Stockwerken, der so konstruiert ist, dass er zu einer Brücke umfunktioniert werden kann. So lässt sich bei einer Erweiterung unkompliziert ein zusätzliches Gebäude erschließen.
 
Am Projekt beteiligt ist auch das Ingenieurbüro LeitWerk AG aus Augsburg. Es rapportiert, dass nun die Arbeiten an der vorgehängten Fassade aus schwarzen Klinkern gestartet werden. Am Eingangsbereich und den Innenhöfen beginnt anschließend die Montage der gläsernen Pfosten-Riegel-Fassade. Am Parkhaus wird ab Dezember eine vorgehängte Stahlnetz-Verkleidung montiert. Das schwarze Geflecht dient nicht nur als architektonischer Hingucker, sondern auch als Absturzsicherung.
 
Der Eingangshof zeichnet sich durch Licht reflektierende Oberflächen aus. Bild: Henning Larsen

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