Bauhaus auf Anhänger

 Manuel Pestalozzi
11. Januar 2019
Bild: CC-BY SA Tinyhouse University
Wir streben dem Höhepunkt der Faschingszeit entgegen. Doch schon jetzt fährt eine Bauhaus-Miniatur auf dem Anhänger durchs Land.
Die Idee zur mobilen Miniatur stammt vom Berliner Kunstraum Savvy Contemporary. Nachgebaut hat man den wohl bekanntesten Teil des Dessauers Komplexes von Walter Gropius: der verglaste Werkstattflügel mit der markanten Beschriftung an der Stirnfassade. Der Maßstab wurde nicht bekanntgegeben, er wird sich im Bereich von 1:5 bewegen. Jedenfalls ist das Modell bewohn- und bespielbar. Der Kuratorin Elsa Westreicher dient es mitunter als Wohn- und Schlafzimmer. „Gleichzeitig bekommen wir immer wieder Besuch von Leuten, die neugierig sind“, erzählte sie dem Deutschlandfunk Kultur. Es gebe auch ein öffentliches Programm und einen Leseraum für Publikum.
 
Das Projekt verstehe sich als Hingucker, der zum kritischen Nachdenken über Architektur, Gestaltung und gesellschaftliche Themen anregt. Das Mini-Bauhaus, das sich bewege, sei „wie ein Trojanisches Pferd“ geworden, sagt Westreicher. Man schaffe dadurch eine Brücke zwischen verschiedenen Orten – schon innerhalb von Dessau, wo das Modell aktuell geparkt ist. Der Hannoverschen Allgemeinen wurde auch schon einiges zu seinem weiteren Schicksal verraten. Nach Dessau geht es zur Eröffnung des Bauhaus-Jubiläumsjahres vor die Akademie der Künste in Berlin. Dann wird’s erst richtig spannend: Die nächsten Stationen sind Kinshasa in der Demokratischen Republik Kongo und Hongkong. In Kinshasa sollen 40 Studierende am Mini-Bauhaus ergebnisoffen lernen.
Bild: CC-BY SA Tinyhouse University

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