Ein Streit als Glücksfall

Manuel Pestalozzi
12. Oktober 2022
Das neue Stadion soll dank Wärme-Rückgewinnung und einer Photovoltaikanlage besonders umweltfreundlich sein. Es wird über 20000 Zuschauer*innen fassen. (Visualisierung © Raumkunst)

Um das neue Stadion des Linzer Athletik-Sport-Klub (LASK) gab es im Jahr 2019 eine heftige Auseinandersetzung: Geplant war zunächst ein Neubau am Pichlinger See. Eine Bürgerinitiative wehrte sich dagegen – mit Erfolg. Entschieden wurde letztlich für einen Ersatzneubau auf der Gugl. Der bekannte Stadien-Architekt Harald Fux (Raumkunst) aus Wien zeichnet für dessen Gestaltung verantwortlich. Er meldete sich kürzlich zu Wort. In einem Interview mit dem Kurier begrüßte er aus heutiger Sicht die Verzögerung, die sich aus dem erwähnten Streit ergab. Denn der LASK beschloss schließlich, eine klimaneutrale Arena zu errichten.

Die Anlage zeichne sich durch eine »sehr weiche Form« aus, sagte Fux schon 2021 in einem Interview mit dem Oberösterreicher. Sie werde »hell und wie ein geschliffener Diamant, bewusst nicht eckig oder grob« aussehen. Im Süden wird der Bau höher aufragen, im Norden, wo Nachbarbauten direkt neben ihm stehen, duckt er sich. Um Energie zu sparen, wird auf Wärme-Rückgewinnung und eine Photovoltaikanlage gesetzt, die den Strom für den Betrieb produziert.

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