Eine »Palmenkathedrale« auf der Mainau?

Manuel Pestalozzi
3. Juni 2021
Ein filigranes Palmenhaus soll eines der wichtigsten Bauwerke auf der Insel werden. (Visualisierung: sonaar + reflexiv für Cukrowicz Nachbaur Architekten)

Die deutsche Bodenseeinsel soll noch attraktiver werden. Cukrowicz Nachbaur haben mit ihrem Vorschlag den Wettbewerb zur Entwicklung eines Masterplans für das botanische Paradies gewonnen.

Die Insel Mainau ist ein botanischer Park mit beeindruckender Blütenpracht, wertvollem Arboretum und einer barocken Schlossanlage. Auch zukünftig soll sie ein touristisches Ziel von überregionaler Bedeutung bleiben, ein Ort an dem sich Menschen erholen können und neue Kraft tanken. Aus diesem Grund wurde der Masterplan Mainau 2040 entwickelt. Er umfasst eine große Anzahl an unterschiedlichen Funktionen und Gebäuden und formuliert die Strategie für die zukunftsfähige Weiterentwicklung des besonders geschützten Kulturdenkmals. 

Der schonende Umgang mit dem wertvollen Grünraum stand beim Wettbewerb ebenso im Blickpunkt wie eine ästhetisch-kulturelle Nachhaltigkeit. Gefragt waren Konzepte für begrünte Parkebenen mit 2000 Stellplätzen, eine neue Logistikzentrale, ein neues Eingangsgebäude mit Besucherzentrum und Gastronomie, neue Hotel- und Verwaltungsbauten, neue Glashausstrukturen, eine Schaugärtnerei und ein Schmetterlingshaus. 

Der Masterplan betrifft die ganze Insel, die über eine Straße mit dem Festland verbunden ist. (Visualisierung: sonaar + reflexiv für Cukrowicz Nachbaur Architekten)

Gewinnen konnte den Wettbewerb ein österreichisches Büro: Cukrowicz Nachbaur setzten sich gegen starke Konkurrenz durch. Eine »Palmenkathedrale« als Landmarke bildet beim Vorschlag der Vorarlberger neu das zentrale Element auf der Insel. Der Bau aus vier tonnenartigen Glaskörpern beinhaltet ein Veranstaltungshaus, ein Ausstellungshaus, ein Restaurant und einen Dschungelspielplatz. Vier unterschiedlich geformte, filigrane, an florale Strukturen erinnernde Tragkonstruktionen sollen die Anlage prägen. Davon versprechen sich die Architekten ein Alleinstellungsmerkmal und ein Identifikationsangebot.

Die Glasgewölbe im Entwurf von Cukrowicz Nachbaur haben einen geradezu sakralen Charakter. (Visualisierung: sonaar + reflexiv für Cukrowicz Nachbaur Architekten)

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