Gemeinsam stark

Elias Baumgarten
26. März 2020
Foto: Anna Shvets via Pexel

Vorarlbergs Textilbranche spannt zusammen: Viele Unternehmen kooperieren und stellen gemeinsam dringend benötigte Atemschutzmasken her. 8'000 Stück sollen künftig jeden Tag gefertigt werden.

Allerorten mangelt es derzeit an Atemschutzmasken. Gerade in Krankenhäusern, wo viele COVID-19-Infizierte zu versorgen sind, werden hohe Stückzahlen benötigt. Die Beschaffung im Ausland gestaltet sich schwierig. Vorarlberger Firmen schaffen nun mit einem gemeinsamen Kraftakt Abhilfe. Auf Initiative von WISTO und der Smart-Textiles Plattform Austria bilden die Grabher Group, Bandex, Getzner, Wolford, Tecnoplast sowie die Stickerei Hämmerle die Taskforce »Schutzmaske«. Mit vereinten Kräften wollen sie künftig 8'000 Masken produzieren – jeden Tag. Dabei werden sie von vielen weiteren Vorarlberger Firmen unterstützt und können auf die Hilfe von 80 Änderungsschneidereien bauen. Derzeit wird die Produktion hochgefahren. Dieser Prozess dauert einige Tage, da die dringend benötigten Masken der Schutzklassen FFP2 und FFP3 komplex sind und aus mehreren Teilen zusammengefügt werden. Einige beteiligte Firmen stellen dafür eigens ihre Produktion um.

Vielleicht kann die gebeutelte Vorarlberger Textilbranche von der schönen Aktion langfristig profitieren, und es setzt sich die Erkenntnis durch, dass es nicht der richtige Weg ist, Güter im Ausland produzieren zu lassen beziehungsweise einzukaufen, bloß um ein paar Euro zu sparen. Vergleichbare Initiativen gibt es jedenfalls auch schon anderswo, zum Beispiel im benachbarten Bayern.

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