Lustenaus neues Fußballstadion rückt in greifbare Nähe. 2023 sollen die Bauarbeiten beginnen

Manuel Pestalozzi
6. Januar 2022
So soll es im neuen Stadion des SC Austria Lustenau dereinst aussehen. Der Bau ist eine Voraussetzung, um in der Bundesliga spielen zu können. (Visualisierung © Bernardo Bader / Walter Angonese / gbd)

Seit Jahren träumt man beim SC Austria Lustenau von Bundesligaspielen. Um diesen Wunsch zu erfüllen, braucht es nicht nur sportlichen Erfolg, sondern auch ein neues Stadion.

»Auch als es sportlich nicht so gut lief, haben wir das Projekt gemeinsam weiterverfolgt. Die sportliche Situation gibt uns Rückenwind.«

Bernd Bösch, Vorstand des SC Austria Lustenau

»Die Sehnsucht nach einem neuen, hochmodernen Stadion gibt es in Lustenau bereits seit den 1990er-Jahren«, schreibt der SC Austria Lustenau auf seiner Website. Der Verein möchte zurück in die Bundesliga. Doch dafür müssen nicht nur die Leistungen auf dem Feld stimmen: Seine aktuelle Spielstätte, das Reichshofstadion am Rheindamm, erfüllt die Kriterien der Liga nicht. Abhilfe soll ein neues Stadion am alten Standort schaffen. 

Bereits 2018 wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt, bei dem ein Holzbau, der die bestehende Haupttribüne einbindet, das Rennen machte. Erkennungsmerkmal des Entwurfs der Büros Bernardo Bader, Walter Angonese und gbd sind vier senkrecht aufragende Lichtpylonen, welche die Ecken der Anlage markieren. 5500 Menschen soll das neue Stadion aufnehmen können.

Langsam, aber sicher geht es nun an die Realisierung: Im Juni 2019 beschloss die Gemeindevertretung von Lustenau die Freigabe des Projekts – unter der Voraussetzung einer Finanzierungsbeteiligung des Landes Vorarlberg in der Höhe von 50 Prozent. Politisch war dies kein Selbstläufer, müssen doch insgesamt 18 Millionen Euro investiert werden. Im Dezember vorigen Jahres gab es schließlich einen positiven Entscheid. Dieser fiel einstimmig. Auch die Bundesliga hat zwischenzeitlich den Antrag für einen Stadionneubau bei Austria Lustenau angenommen. Nun kann also kaum noch etwas schiefgehen. »2023 soll gebaut werden«, sagte Austria-Lustenau-Vorstand Bernd Bösch voller Freude gegenüber dem Fußballmagazin 90minuten.at. Nun müssen also nur noch die sportlichen Leistungen stimmen, damit es mit dem Aufstieg endlich klappt. Und für den Moment sieht es gut aus.

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