Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit – die Nominierten

Manuel Pestalozzi
2. November 2021
Eine Auswahl ganz unterschiedlicher Bauwerke wurde für den diesjährigen Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit nominiert. Obwohl es auf den ersten Blick anders aussieht: Die meisten Projekte sind Umbauten. (Fotos © Kurt Hoerbst, 2021)

Erst im Dezember erfahren wir, welche Bauten ausgezeichnet werden. Doch welche zehn Projekte überhaupt Chancen haben, ist schon bekannt.

Der Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit wird schon seit dem Jahr 2006 vom Umweltministerium im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative klimaaktiv ausgelobt. Die Initiative soll die Förderung des Klimaschutzes in Österreich ergänzen. Dazu werden Qualitätsstandards definiert, Aus- und Weiterbildungsangebote unterbreitet, Beratungen angeboten und allerhand Informationen bereitgestellt. Die sechsköpfige Jury ist gleichermaßen mit Expert*innen aus den Bereichen Architektur und Nachhaltigkeit besetzt. Beide Gruppen haben ein Vetorecht bei der Auswahl. Als Ausgangsbasis für die Nachhaltigkeitsbewertung werden die strengen Anforderungen des klimaaktiv-Gebäudestandards herangezogen.

Folgende zehn Projekte befinden sich in der engeren Ausscheidung:
Atelierhaus C21 im Sonnwendviertel, Wien 
Architektur: Werner Neuwirth

Denkwertstätte Hittisau 
Architektur: Georg Bechter

Bildungszentrum Frastanz, Hofen
Architektur: Pedevilla Architects

Bürogebäude an der Kundmanngasse, Wien 
Architektur: Chaix & Morel et associés & Christian Pichler

IKEA – Wien Westbahnhof 
Architektur: querkraft

Paracelsus Bad, Salzburg
Architektur: Berger+Parkkinen Architekten

Stadthaus Linz
Architektur: mia2 Architektur

Volksschule Leopoldinum, Graz 
Architektur: Alexa Zahn Architekten

Smart Block Geblergasse, Wien 
Architektur: Zeininger Architekten

Ortszentrum Stanz, Mürztal
Architektur: Nussmüller Architekten
 
 
Die Reihenfolge der genannten Gebäude entspricht jener der obigen Fotos – in Leserichtung.

Warum die Projekte jeweils genau nominiert wurden, wurde bisher noch nicht verraten. Freilich sind einige aber für ihre ökologischen Vorzüge bereits auch international bekannt. Auf den ersten Blick könnte man ferner meinen, dass Neubauten dominieren. Doch das ist ein Irrtum: Lediglich vier der zehn nominierten Projekte wurden tatsächlich neu errichtet, wobei zwei Ersatzneubauten an zentralen Lagen in Wien und Salzburg sind. Bei den übrigen sechs handelt es sich um ambitionierte Sanierungsprojekte, Um- und Zubauten sowie die Fortentwicklung eines ganzen Ortszentrums.

Leonore Gewessler, die zuständige Ministerin, sieht die Sinnhaftigkeit des Preises mit den Eingaben und den Nominierungen bestätigt. Sie sagt: »Alle eingereichten Projekte und vor allem die zehn Nominierungen zeigen klar: Nachhaltige Architektur ist mittlerweile ein fester Bestandteil der heimischen Bau- und Sanierungsprojekte. Sehr erfreulich ist auch wieder die herausragende Qualität der Einreichungen. Es gibt dabei immer mehr Sanierungen und Weiterentwicklungen von Bestandsgebäuden.«

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