Bauklötze aus Recycling-Beton

Martina Metzner
11. Dezember 2020
Die Öko-Stones lassen sich fast wie Bauklötze lose setzen, können aber auch fixiert werden. (Bild: Feeß)

Für die Multifunktionsblöcke Öko-Stones verwendet das schwäbische Unternehmen Feeß Recycling-Beton aus 30% wiederaufbereitetem Bauschutt.

Es sei wie »mit Bausteinen spielen«, beschreibt Recycling-Spezialist Feeß aus Kirchheim/Teck sein Produkt Öko-Stones: Die unterschiedlich großen Multifunktionsblöcke aus Recycling-Beton lassen sich für Boxen und Schüttboxen, Abgrenzungen, Stützmauern, Sichern von Böschungen und zum Beschweren verwenden. Das Besondere ist der dafür verwendete recycelte Beton, den Feeß in seinem Recycling-Park gewinnt. Der sogenannte R-Beton besteht zu 30% aus Bauschutt wie Beton, Ziegel, Kalksand und Naturstein. Lediglich der erforderliche Zement wird zugekauft.  

Damit lässt sich aus Sicht von Feeß besser bauen: »Mit unseren Rezyklaten erzielen die Rohbauer vermutlich deshalb bessere Ergebnisse als mit Neubeton, weil der Zuschlagstoff zusätzlichen Zement enthält«, sagt Firmeninhaber Walter Feeß. Laut Feeß sei dies ein vollwertiger Beton, der auch im Hochbau eingesetzt werden kann. Neben den bekannten Beiträgen zum Klimaschutz werden laut Feeß auch Immissionen durch LKW-Verkehr reduziert. Die Produktion von R-Beton sei auch nicht weniger arbeitsintensiv als die von konventionellem Beton.  

Daneben überzeugen die Öko-Stones durch einfache Handhabung: Sie können lose gesetzt oder fixiert werden. Es sind viele verschiedene Größen von 80 x 40 x 80 cm bis zu 180 x 60 x 60 cm lieferbar, die Steine sind von 0,4 bis 1,7 Tonnen schwer. Alle Öko-Stones sind mit rauer oder glatter Oberfläche lieferbar.

Das Unternehmen mit 200 Mitarbeitern betreibt drei Wertstoffhöfe und Umschlagplätze in Kirchheim, Ebersbach/Fils und neuerdings am Stuttgarter Flughafen. Seit Anfang April 2020 holten die Kirchheimer insgesamt 45'000 Tonnen ausgefrästen Beton aus der alten Start- und Landebahn. Der RC-Park in Kirchheim wird ressourcen- und energieschonend betrieben, mit einer Regenwasser-Aufbereitungsanlage, einer großen Photovoltaikanlage und einem Hackschnitzel-Kraftwerk, dessen Material aus dem Bauschutt gewonnenen wird. In dem 2017 eröffneten K3-Kompetenzzentrum-Kreislaufwirtschaft auf dem Firmengelände finden regelmäßig Fortbildungen statt.  

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