Birkenrinde: Ein alter Naturbaustoff wird neu entdeckt

Martina Metzner
13. Mai 2022
Als Bodenbelag ist Birkenrinde rutschhemmend und griffig. (Foto: Paul Glaser)

In Skandinavien hat die Verwendung von Birkenrinde eine lange Tradition. Nun nutzt das deutsche Unternehmen Nevi das Potenzial des wasserabweisenden Materials bei einem Furnier für den Innenausbau.

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Dass Birkenrinde ein hervorragendes Material ist, hat die Designerin Anastasiya Koshcheeva erst kürzlich mit ihren Möbeln und Accessoires unter dem Markennamen Moya gezeigt. Nun bietet das jungen Unternehmen Nevi aus Dresden ein Furnier aus Birkenrinde für den Innenausbau an. Der Vorteil: Durch von Natur aus enthaltene ätherische Öle ist das Material antiseptisch, antifungal und feuchtigkeitsabweisend. Zudem ist es leicht, langlebig, flexibel und braucht kaum Pflege, was es zu einer natürlichen und nachhaltigen Alternative zu Kunststoffen macht.

Die Mitarbeiter*innen von Nevi ernten die Birkenrinde besonders schonend von Hand. Das Kambium bleibt dabei erhalten, sodass der Baum weiterleben und neue Rinde produzieren kann. Je 40 Lagen Birkenrinde werden mit einem biogenen Klebesystem zu einem Block verpresst. Daraus wiederum entstehen die Produkte Betula Veneer (Furnier), Betula Flooring (Bodenbelag) und Betula Handles (Griffe).

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