Holz im Bad – Keramik ade?

Martina Metzner
12. November 2021
Die Waschbecken der »Core Collection« werden in den Farbtönen Natural Aspen und Polar angeboten. (Foto © Woodio)

Das finnische Unternehmen Woodio stellt Sanitärprodukte wie Waschbecken aus einem Verbundwerkstoff her, der zu 80 Prozent aus Holzspänen besteht.

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Finnisches Design ist aus Holz, ganz klar. Soweit die Klischees. Doch Holz im Bad? Als Basismaterial für Waschbecken, Toiletten und Badewannen? Was nach einer absurden Idee klingt, ist inzwischen Realität: 2016 haben der Chemiker Petro Lahtinen und Antti Pärssinen das Unternehmen Woodio gegründet – ursprünglich mit der Idee, Fliesen aus Holz zu produzieren. Geworden sind daraus schließlich Sanitärprodukte. Dafür wurde ein Verbundwerkstoff entwickelt, der unter anderem aus Birken- und Espenholz hergestellt wird. Aus diesem fertigt Woodio mittlerweile Paneele und viele Accessoires fürs Badezimmer wie Haken. Das Design der Teile stammt von Pentagon Design aus Helsinki. 

Woodio deklariert sein Material als besonders umweltfreundlich. So wirbt das Unternehmen damit, dass der CO2-Fußabdruck bei einem Waschbecken um 80 Prozent geringer ausfalle als bei einem herkömmlichen aus Keramik. Die Produkte bestehen zu 80 Prozent aus Holzspänen aus regionaler Ernte sowie zu 20 Prozent aus Kunstharz. Die Oberfläche ist UV-resistent, kratzfest und schmutzbeständig. 

Der Schwerpunkt der Kollektion liegt auf Waschbecken, die in diversen Formaten und Formen sowie in den Farben Natural Aspen (natürlicher Farbton), Polar, also einem warmen Weiß, und Char, einem Schwarzton, angeboten werden. Produziert werden die rund 20 verschiedenen Produkte in Finnlands Hauptstadt Helsinki.

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