Leichtkernige Platte

Martina Metzner
22. Januar 2021
Der Mehrschichtaufbau mit besonderem doppelt gekrümmten Schalentragwerk (Visualisierung: Pyrus Panels)

Die Leichtbauplatte lisocore von Pyrus Panels auf Holzwerkstoffbasis überzeugt mit ressourcenschonendem Materialeinsatz und ist biegefester als eine Spanplatte P2.

Mit lisocore hat Pyrus Panels aus Bad Aibling einen Leichtbauwerkstoff auf den Markt gebracht, für den 50 Prozent weniger Material gegenüber herkömmlichen Holzwerkstoffplatten benötigt wird. Besonders interessant ist das für Anwendungen, bei denen es um Leichtigkeit geht – wie im Innenausbau, beim Messe- oder Ladenbau, im Reisemobilbau, beim Schiffsbau sowie im Transport. Seine Stärke bezieht lisocore aus dem fünfschichtigen Aufbau und seinem besonderen Kern in Form eines doppelt gekrümmtes Schalentragwerk, der mit seinen Vertiefungen wie ein großer Eierkarton aussieht. Auf beiden Seiten schließen sich Deckschichten an, die durch Fräsungen die Wölbungen per Verklebung aufnehmen und so form- und stoffschlüssig verbinden.

Für die Deckschichten können verzugsarme und eigenstabile Materialien auf Holzwerkstoffbasis gewählt werden. (Foto: Pyrus Panels)

Lisocore steht neben dem geringen Eigengewicht und der optimierten Tragwirkung für Eigenschaften wie hohe Verbund- und Biegefestigkeit, geringe Kriechneigung und hohe Kantenstabilität. Tests haben ergeben, dass lisocore einer Spanplatte P2 bei gleicher Stärke hinsichtlich Biegefestigkeit überlegen ist. Grund ist, dass das Schalentragwerk eingreifende Kräfte besonders vorteilhaft aufnimmt. Durch die hohle Innenstruktur können längs und quer auch Installationskabel geführt werden. Der Leichtbauwerkstoff ist zweidimensional formbar, sodass Freiformen – wie Übergänge zwischen zwei Tischniveaus – möglich sind.

Durch die hohle Innenstruktur können längs und quer Installationskabel geführt werden. (Foto: Pyrus Panels)

Für die Deckschichten können verzugsarme und eigenstabile Materialien auf Holzwerkstoffbasis wie Faser-, Span- und Furniersperrholzplatten, beschichtet oder unbeschichtet, gewählt werden. Die möglichen Deckschichtstärken liegen zwischen 2,5 und 19 mm. Sie können wiederum mit Oberflächen wie HPL, CPL, Folie, Lack und Furnier belegt werden. Die Platten sind bis zu 120 mm stark und im Mindestformat von 2000 auf 1200 mm und dem Maximalformat von 3100 auf 2180 mm in unterschiedlichen Formaten produzierbar. Auch die Bearbeitung stellt sich einfach dar, mit herkömmlichen Werkzeugen und Maschinen.

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