Foto © Anna Blau
Zeichnung © BUSarchitektur
Foto © Anna Blau
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Kindergarten am Erlachplatz

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Adresse
Gudrunstrasse 163 A, 1100 Wien
Jahr
1999
Kosten
1 Mio. – 100 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Zeit

1993-1999

Szenario 1 – Urbane Front - Natur Rücken

Szenario 2 – Natur Front - Urbaner Rücken

Ambivalente Lage des Erlachplatzes -ein Park- an der Gudrunstraße -eine stark befahrene Verkehrsader- im X. Bezirk. Unser Projekt löst ein Prinzyp der Aktion und Reaktion vor dieser Doppelwertigkeit aus.

Die Kondition einer dichten Bepflanzung des öffentlichen Platzes kann nicht ignoriert werden. Eine grundsätzliche Planungsvoraussetzung war, diese Natur zu bewahren. Vorrücken - Zurückweichen.

Die Horizontalität verstärken, die Höhe vermindern. Verschiebung - Abgleiten der Elemente bis das Gebäude sich im Freiraum, den die vorhandenen Bäume ( Wurzeln und Kronen ) hinterlassen, einfügen kann.

Die Sicht öffnen und Teil dieses Kontextes sein. Die geringe Drehung bei der Anordnung der Gruppenräume nimmt die Richtung des städtebaulichen Rasters nördlich der Gudrunstraße auf. Damit vermeidet es das Projekt sich von der Umgebung abzutrennen. Der Charakter des Gebäudes - ein Kindergarten - fordert eine radikale Antwort gegenüber der stark befahrenen Straße. Eine lange Mauer nimmt diese Verantwortung wahr.

Sie beinhaltet eine gewisse Unabhängigkeit und man kann die Mauer als "urbaner Katalysator" bezeichnen:



  • sie definiert die zwei öffentlichen Räume - Platz und Straße - neu


  • sie schirmt den Lärm der Straße ab


  • sie ist das neue öffentliche Erscheinungsbild des Erlachplatzes zur Gudrunstraße




Tranzparenz und Bewegung sind ihre Merkmale. Die Mauer erhebt sich über das Niveau des Gehsteiges. Durch ihre Öffnungen hindurch wird dem Betrachter Einblick in den Innenraum und die dahinterliegende Landschaft gewährt, die Vitalität des Innenraumes wird auf diese Weise nach Außen transportiert. Die beweglichen Objekte ( Eingangstor, Drehtafel ) und die an der Bushaltestelle entstehenden Betriebsamkeit prägen die Mauer mit einer dynamischen und abwechslungsreichen Perfomance, die ihren städtischen Charakter unterstreicht.

Dahinter entwickelt sich das Gebäude in sehr einfacher Art. Die Dienstleistungen und Nebenräume orientieren sich zur Straße und bilden einen zusätlichen Lärmpuffer. Die Gruppenräume öffnen sich zum Park. Die Hortgruppe auf Stützen ermöglicht im Erdgeschoß eine größere Transparenz in der Querrichtung zum Platz und bildet einen gedeckten Spielplatz.

Die spielerische Stimmung , als typisches Merkmal jedes Kindergartens, drückt sich im Baumhaus (Nebenbeschäftigungsraum der Hortgruppe) und in der Spieldachterrasse aus.

Die Spieldachterrasse:



  • Ein gehobener Raum zwischen den Baumkronen und ein erhöter Platz, um die Fantasie "schweben" zu lassen


  • Landschaft für die Nachbarblicke


  • Erste Aufregungen. Beobachten. Entdecken. Die Wircklichkeit von einem anderen Winkel sehen


  • Kleine Wände mit Aktivitäten : der Ton, das Licht, die Scrift, die Bewegung


  • Eine Drachen-Pergola als Zeichen der Freiheit der Kindheit


  • Auf die Decke gesetzt, in instabiler Haltung , fast als ob sie landen würde ... oder abfliegen könnte...

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