Seestadt und Seespange Bregenz, Realisierungswettbewerb, 1. Preis mit Aicher-Zechner-Ludescher

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SEESTADT UND SEESPANGE BREGENZ, ENTWURFSGRUNDSÄTZE, LEITIDEE, KONZEPT


Strukturierung des großmaßstäblichen Volumens

Vorrangiges Ziel der städtebaulichen Konzeption stellt die Entwicklung eines kleinteilig strukturierten Bebauungssystems dar, das die beiden vorhandenen Bautypologien Solitärbauwerk (Seefrontbebauung) und Stadthaus im Verbund einer geschlossenen Blockbebauung (Altstadt) miteinander verknüpft und überlagert. Dadurch wird die Baumasse in die kleinteilige Stadtstruktur eingebunden.



„Fertigbauen" der Stadtkante

Die Stadtkante und Seefront wird bis zu ihrem Abschluß am Bahnhof fertig gebaut und führt die Typologie überschaubar dimensionierter Solitäre an der Seestraße fort.



Shopping in Stadtzentrum- Atmosphäre statt im EKZ

Begleitend zur Bahnhofstrasse wird eine zweite, innnere Einkaufsstrasse konzipiert, die dem innerstädtischen Wegenetz entspricht, welches sich durch Abfolge von kleinen Gassen und Plätzen definiert. Auf dem ca. 200 m langen Grundstück werden 3 Hauptbaukörper bewusst getrennt angeordnet, um diesen Umstand noch zu verstärken. Durch das Öffnen der Baumasse in 3 Teile werden gewohnte Proportionen angeboten, die ein vielfältiges Raum- und Einkaufserlebnis garantieren.



Urbane Lebendigkeit durch Nutzungsverschränkung

Die Vielfalt der Bebauung wird durch die unregelmäßige Positionierung der unterschiedlichen Nutzungen innerhalb eines Gebäudeblocks verstärkt. Die vertikale Ausrichtung der Funktionsgruppen bildet schmale Fassadenfronten aus und verstärkt den Typus der Stadthäuser.



Identitätsbildung durch Vielfältigkeit

Die Signifikanz der Baukörperkonfiguration entsteht durch ihre unterschiedlichen Formensprachen. Die verschiedenen architektonischen Handschriften werden bewusst eingesetzt, ihre Anordnung im Ensemble verstärken das Gesamtkonzept und erzeugen die für das Projekt SEESTADT erforderliche Identität. Mit dieser Strategie wird der Standort SEESTADT Bregenz als „brandmark" entwickelt.



Variantenreiche Wege und Plätze

Das Angebot variantenreicher Wege und unterschiedlicher Zugänge zu den Geschäftsflächen unterstützt das Ambiente des „Einkaufens in der Stadt". Die innere Erschließung der Geschäftsflächen entwickelt sich als Weg entlang einer Längsachse, die sich aus Gassen, Plätzen und Höfen zusammensetzt und somit die Charakteristik der gewachsenen Innenstadt im Gebäudeinneren fortsetzt.

In den „Schnitten" zwischen den Gebäuden entwickeln sich Plätze als urbane Aufenthaltszonen im Übergang vom öffentlichen Raum zum Innenraum der SEESTADT.



Fassadenbild als Aneinanderreihen von Stadthäusern

Die Fassadengestaltung spannt eine Klammer zwischen den unterschiedlichen Maßstäben und Erscheinungsformen. Unterstützt durch deutlich plastische Ausformungen, Oberflächenstruktur- und Farbdifferenzierungen wird die Eigenständigkeit der Einzelbaukörper betont und der formale Typus von Stadthäusern unterstrichen.

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