Campus Technik

Innsbruck
Foto © ATP/Jantscher
 
 
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Architekten
ATP architekten ingenieure
Stadt
Innsbruck
Jahr
2014

ATP Innsbruck wurde nach gewonnenem EU-weiten, offenen Realisierungs-Wettbewerb mit der Neugestaltung und Generalsanierung der Architekturfakultät und der Fakultät für Technische Wissenschaften beauftragt.

Im Rahmen dessen wurden die beiden unterschiedlichen Gebäudekomplexe aus dem Jahr 1969 in Hinblick auf die Raumanforderungen der jeweiligen Disziplinen – Architektur bzw. Bauingenieurwesen – differenziert gestaltet: Spielerisch-offen gibt sich die gläserne Fassade der „Architekturwerkstatt”, wohingegen die präzise Hochhaussilhouette der Technischen Fakultät zum Landmark des gesamten Areals wurde. Das Architekturgebäude erscheint lebhaft und differenziert und steht in starkem Kontrast zum präzise und ruhig wirkenden Hochhaus der Bauingenieure, ohne die Ensemblewirkung zu konterkarieren. Um den campusartigen Charakter des Areals zu unterstützen, wurden im Erdgeschoss ein Lernzentrum und großzügige Foyerbereiche untergebracht.

Die Arbeiten umfassten auch die thermische, haustechnische, elektro-, brandschutz- und fluchtwegtechnische Generalsanierung der Haupt- und Nebengebäude beider Fakultäten. Da sich die Gebäude in der Flugsicherheitszone des Innsbrucker Flughafens befinden, mussten bei der Planung Auflagen berücksichtigt werden. Vor allem die Fakultät der Bauingenieure, die in einem Hochhaus untergebracht ist, erforderte ein besonderes planerisches Augenmerk.

Eine technische Innovation sind die eigens für den Hochhausturm der Fakultät für Bauingenieure entwickelten Senkklappfenster mit Verbundfenster, die den Sonnenschutz beinhalten. Sie sind über die Gebäudeleittechnik ansteuerbar und sorgen in Sommernächten für eine automatische Kühlung des Gebäudes. So genannte "Überstromöffnungen" in den Bürotüren gewährleisten, dass frische Luft von außen in das ganze Gebäude gelangt, während die warme Luft im Kern des Gebäudes mechanisch abgesaugt wird. Dies ermöglicht ein sehr dichtes, kompaktes Low-Tech-Gebäude, das größtenteils natürlich belüftet ist und laut der EnerPHit-Anforderung "Sanierung Passivhausstandard" erreicht.

Auftraggeber
BIG Bundesimmobiliengesellschaft

Wettbewerb
2009, 1. Preis

Bruttogeschossfläche
36.200 qm

Bruttorauminhalt
138.200 m3

Bauzeit
2012-2014

Auszeichnungen
2015, TQB-Zertifikat der ÖGNB und klima:aktiv Standard Gold des Bundesministeriums, EnerPHit-Anforderung „Sanierung Passivhausstandard, Nominierung 2. Runde „Constructive Alps 2015“
2016, Energy Globe Tirol, "Innovatives Gebäude 2016", „Haus der Zukunft“-Demonstrationsprojekt des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit)