Karmeliterplatz

Graz
Foto © A. Kaunat
Foto © A. Kaunat
Architekten
Architekt Norbert Müller
Standort
Graz
Jahr
2002
Team
M. Prettenthaler

Die Neugestaltung des Karmeliterplatzes wird zeitgleich mit der bereits in Bau befindlichen Tiefgarage im Pfauengarten durchgeführt. Ein attraktives Angebot an Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe der Altstadt soll auch wirtschaftlicher Impulsgeber für diese Zone werden.

Architektonisches Konzept:
Die Gestaltung des Karmeliterplatzes erstreckt sich vom Aufgang zum Schlossberg, dem Schlossbergtor bis zum Eintritt in den Pfauengarten. Ausgangspunkt der Überlegungen war eine Analyse der Bewegungsströmen über den Platz. Über den gesamten Platz wird ein regelmäßiger Raster an Querstreifen gelegt, der in weiterer Folge dynamisch verstärkt wird. An den beiden Punkten der maximalen Bewegungsdichte im Osten wie im Westen des Platzes, werden diese Streifen verdichtet, also näher zusammengezogen und in Platzmitte erweitert. Der räumliche Eindruck des Benutzers bei einer Bewegung über den Karmeliterplatz erfährt so ein dynamisches Wechselspiel.

Zweiter wichtiger Aspekt der Platzarchitektur ist die Unterbringung von Wasserflächen am Platz. Die vorgeschlagenen Wasserflächen werden so angelegt, dass sie auch Kindern zum Spielen zur Verfügung stehen bzw. dynamische Elemente beinhalten (Fontäne, Gerinne).

Für den Charakter des Platzes ebenfalls entscheidend ist die Unterbringung von Ruhezonen am Platz. Daher wurde an der nördlichen Grenze des Platzes eine Doppelbaumreihe positioniert, die dicht mit modernen Sitzmöbeln durchwoben ist.
Um den Ort auch bei Nacht für die Stadtbewohner attraktiv zu gestalten, wurde ein spezielles Lichtkonzept vorgeschlagen. Dieses sieht ein Fluten der städtebaulich wichtigen und historisch bedeutenden Fassaden vor. Die Beleuchtung im Bereich der Doppelbaumreihe wird durch Lichtmasten direkt und indirekt erfolgen.

Nutzungen:
Die südliche Längsseite des Platzes wird als aktivere Freizone verstanden, die verschiedenste Nutzungen zuläßt. Gedacht ist dabei insbesondere an Veranstaltungsmöglichkeiten wie Konzerte, Theater, Sommerkino usw. Der Platz soll auch ein Forum für bildende Kunst werden. Die Aufstellung großer Plastiken von Künstlern mit internationalem Ruf wird vorgeschlagen. Die Skulpturen können so konstruiert werden, dass sie am Platz frei verschiebbar sind.

Verkehr:
Der Fahrverkehr über den Platz wird minimiert und auf eine Busspur, Radfahrweg und Anlieferungszonen reduziert. Im Osten befindet sich eine Tiefgaragenein- und ausfahrt. Die zweite Zufahrt zur Tiefgarage im Pfauengarten wird über die Sauraugasse geführt. Beim Eintritt in den Platz über die Paulustorgasse wird eine Wendemöglichkeit für PKW vorgesehen.

Material:
In Anbetracht der hochwertigen Lage in der Stadt werden nur zwei Materialien vorgeschlagen. Einerseits heimischer Naturstein für den gesamten Platz, sowie Asphalt an den Anschlusszonen der einmündenden Straßenzüge. Der Naturstein wird farblich hell - dunkel gegliedert und in seiner Textur auf den vorgeschlagenen dynamischen Verlauf der Feldteilungen abgestimmt. Zeitlose Architekturqualität in Formensprache und Material, auch im Hinblick auf die städtebauliche Lage sowie zukünftiger Entwicklungen (Stadtpark, Pfauengarten, Schlossberg bzw. Freiheitsplatz), sollen Träger des Projekts sein.

Link zum Projekt: http://www.archmueller.at/nm_karmeliterplatz.html

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