Foto © Nikolaus Schullerer
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Haus ICP

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Standort
St. Valentin
Jahr
2008
Kosten
100.000 – 1 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Planungsleistungen

Entwurf, Einreichplanung, Polierplanung, Bauaufsicht, Künstl. Oberleitung

Nutzfläche
85 m²

Auftraggeber
Privat

Materialien
Holz, Metall

Mitarbeiter
M. Rabengruber, N. Schullerer-Seimayr

Durch den Umstand, dass die Großmutter des Bauherren ein Alter erreicht hatte, in dem sie nicht mehr alle Tätigkeiten im Haushalt alleine bewerkstelligen konnte, und die Entfernung beider Wohnstätten zu groß war, entschlossen sich die Bauherren in das Haus der Großmutter zu ziehen, um eine angemessene und wirtschaftliche Hilfeleistung gewährleisten zu können. Da dieses Haus in St. Valentin aber in keinster Weise den Anforderungen für zwei weitere Bewohner entsprach entschloss man sich das Haus zu erweitern. Aufgrund des lang gestreckten Grundstückes, wurde ein Zubau und keine Aufstockung vorschlagen welcher alle geforderten Parameter erfüllte. Zum einen würde die Großmutter ihre letzten Lebensjahre im gewohnten Umfeld verbringen und zum anderen ihre Privatsphäre erhalten bleiben. Auch konnte man mit dem Zubau ein Nebeneinander im Freiraum gewährleisten. Der Zubau wurde als eingeschossiger Baukörper konzipiert der die Vorzüge eines Hotelzimmers mit den Vorteilen des Einfamilienhauses in sich vereint und als eigenständiges Gebäude funktioniert. Wichtige Parameter für die Form des Grundrisses waren der Sonnenverlauf, die inneren Raumabfolge und der Wunsch nach zwei privaten aber unterschiedlichen Terrassen. Aus diesen Gründen vollzieht der Baukörper gleich zweimal eine Richtungsänderung, an deren Knickkante sich die 2 Terrassen herausbilden. Die Winkel der Richtungsänderungen sind nicht beliebig sondern in Abhängigkeit des Sonnenverlaufes, um eine optimale Besonnung zu gewährleisten. Ebenso ist auch der funktionale Ablauf der Innenräume mit den Terrassen und dem Sonnenverlauf abgestimmt. Somit tritt die Grundrisskomposition als Spiegelbild des Tagesablaufes in Erscheinung. Die Fassaden thematisieren das „in Würde Altern“. Der Holzbau wurde mit Kupferbahnen eingekleidet, welche über die Zeit eine Patina anlegen. Kombiniert wird das Kupfer mit Holz, das naturbelassen vergrauen wird, sowie mit Besenstrich behandelten Betonflächen.

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