Foto © Dietmar Tollerian
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Wasserapotheke

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Standort
Linz
Jahr
2009
Kosten
100.000 – 1 Mio.
Stockwerke
1–5 Stockwerke
Planungsleistungen

Entwurf, Einreichplanung, Polierplanung, Bauaufsicht, Künstl. Oberleitung

Nutzfläche
155 m²

Materialien
Holz, Kunststoff, Stein

Mitarbeiter
A. Henter, F. Moser, M. Rabengruber

Unter der Nazi-Ära Adolf Hitlers wurden die beiden Linzer Brückenkopfgebäude im Jahre 1940 nach den Plänen von Reichsbaurat Roderich Fick, als Teil der erst später geplanten Monumentalgestaltung der Donauufer, errichtet. Aufgrund der geschichtlichen Vergangenheit der Brückenkopfgebäude in Linz und des damit verbundenen Denkmalschutzes gestaltete sich der Umbau der Wasserapotheke als eine spannende, jedoch sehr fordernde Aufgabe. Nicht nur aufgrund dessen, dass die Brückenkopfgebäude die einzigen von Adolf Hitler verwirklichten Repräsentationsbauten in Linz sind, sondern auch deshalb weil sie eine prominente Stelle im Stadtbild darstellen. Sie bilden das Tor zum Hauptplatz und definieren den Beginn der wichtigsten Nord-Süd-Achse in Linz, der Landstraße.

Die Entwicklung des vorliegenden Projektes war geprägt durch intensive Beschäftigung mit der geschichtlichen Vergangenheit der Brückenkopfgebäude, und ebenso gekennzeichnet von ausführlichen und intensiven Diskussionen mit dem Magistrat der Stadt Linz und dem Bundesdenkmalamt.

Die Wasserapotheke ist genau an der Schnittstelle zwischen Hauptplatz und Nibelungenbrücke im westlichen Torgebäude situiert und ist von drei Seiten mit Arkadengängen umgeben. Das ursprüngliche Apothekenlokal war eine in sich abgeschlossene Raumeinheit ohne Bezug zu seinem äußeren Umfeld, da die an drei Seiten vorhandenen Rundbogen-Öffnungen teils vermauert waren. Genau aus diesem Grund wurde das bestehende, mit Steinquadern verbaute Bogenfeld, zu einen großzügig verglasten Eingangsportal umgebaut und seine früheren Defizite im Erscheinungsbild behoben. Auch das sinnbildliche Aufbrechen veralteter Strukturen der NS-Zeit war Teil des Konzeptes und wurde in diesem Schritt verwirklicht.

Der Innenraum wurde um die bestehende zentrale Steinsäule komplett freigespielt. In den Kellerräumlichkeiten wurde ein Warenautomat installiert, der die angeforderte Ware direkt an den jeweiligen Taraplatz liefert.

Ein weiteres Thema für die Schaffung eines flexiblen Raum- und Nutzungskonzepts ist, das alle Taraplätze mobil ausgeführt wurden, wodurch in Zusammenhang mit dem beweglichen Mobiliar, innere Raumabläufe variabel gestaltet werden können.

Im Innenraum wurde der Gedanke einer sinnbildlichen "Reinheit" überzeichnet, und der komplette Innenraum in weißen Materialien ausgestattet.

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