Neubau EFH Lenz

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Year
1996

Auftraggeber

Familie Lenz

Planung

Arch. DI Christian Lenz

Neubau

Fotos

Ignacio Martinez



Das elegante Haus befindet sich am südlichen Rand des Dorfes, wo sich bis vor wenigen Jahren noch Obstgärten ausbreiteten, die teilweise noch heute das Landschaftsbild mitbestimmen. Das lang gezogene Bauwerk ist breit nach Süden geöffnet, während die Fassade nach Norden dank eines langen Bandfensters im Obergeschoß nicht unfreundlich wirkt, aber ansonsten doch mehrheitlich geschlossen ist. Ein eingeschossiger Baukörper mit Garage und Geräteraum definiert einen Vorplatz, wobei der Lattenschild der geschlossenen Garagentore unmissverständlich zum Hauseingang hinweist. Am Hauptbaukörper ist das Thema „massiver Sockel und leichter Oberbau“ exemplarisch ausgeführt: Den exakt gearbeiteten Sichtbetonsockel trennt ein schmales Oberlichtband, der somit abgehoben erscheint, ohne dass tragende Elemente offensichtlich wären. Die architektonische Unterscheidung zwischen massivem Erdgeschoß und leicht gebautem, „schwebendem“ Obergeschoß könnte kaum deutlicher sein. Der auf den ersten Blick exakt geometrische Baukörper weist an drei Seiten eingeschnittene Außenräume auf, die, entsprechend ihrer Ausrichtung, Variationen des Außenwohnens übernehmen. Nach Osten, mit direkter Beziehung zur Küche, bietet eine große Gartenplattform Platz für ein sonniges Frühstück oder ein schattiges Mittagessen. An der Stirnseite nach Westen weist das Obergeschoß eine Loggia auf zum gemütlichen Sitzen nach Feierabend. Nach Süden sind Schlafzimmer und zugeordnete Sanitärräume hinter einem flachen Balkon zurückgezogen, beschattet von der rahmenartig ausgeschnittenen Gebäudehülle. Das Innere des schlanken Grundrisses weist im Norden einen schmalen Streifen mit Wirtschaftsraum, Entree, Treppe und Gang, WC sowie einem kleinen Büro auf, während die Südseite von einer breiten Raumfolge aus Küche, Essen, Wohnen und Bibliothek beansprucht wird. Der von einer Doppelstütze fein zonierte Wohnbereich ist somit U-förmig von funktional eindeutig bestimmten Räumen umfangen. Sie bilden gleichsam einen räumlichen Puffer für den weniger klar definierten, funktional weichen Kern „Wohnen“.

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