Umgestaltung Kirche St. Gebhard

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Address
Wuhrwaldstraße 24, 6900, Bregenz
Year
2011

Auftraggeber

Pfarre St. Gebhard

Planung

DI Christian Lenz

Ing. Richard Forer

DI Much Edler

Umbau | Sanierung

Fotos

Bruno Klomfar



Architektur

Wunsch der Pfarre und Pfarrgemeinde war es, die Stadtpfarrkirche zum Hl. Gebhard, erbaut in den Jahren 1956 – 1961 nach Plänen von Wilhelm und Willi Braun, teilweise zu renovieren und innenräumlich neu zu gestalten.

Innenräumliche Konzeption

Zentraler Leitgedanke bei der innenräumlichen Neugestaltung der Pfarrkirche St. Gebhard war, die Verbindung des Gemeinderaumes mit dem Altarraum, um einen neuen liturgischen Mittelpunkt zu schaffen.

Dies konnte durch verlegen des Altars von der Apsis in das Hauptschiff auf eine dreistufige Altarinsel erreicht werden. Dafür mussten einige Kirchenbänke entfernt und in der Breite gekürzt werden.

Auf dieser großzügigen, neu geschafften, erhöhten Plattform finden die liturgischen Orte wie der bestehende Altar von Hubert Berchtold, der neu gestaltete Ambo und Sessio, ihre neue Position.

Der Ambo wurde aus den bestehenden Kommunionbänken hergestellt.

Ebenso wurde der bestehende Taufstein von der Taufkapelle entfernt und fand seine Aufstellung im Zentrum. Die ehemalige Taufkapelle dient nun als kleiner Andachtsraum.

Der freigewordene Altarraum in der Apsis wird zum Werktagsgottesdienstraum umgewandelt. Die lose Möblierung in der Werktagskapelle lässt verschiedene Formen liturgischer Versammlungen zu. Wegen der angenehmen Raumproportion und den farbenprächtigen, stimmungsvollen Bleiglasfenster von Hubert Berchtold erhält der neu geschaffene Gottesdienstraum eine neue, funktionale und qualitätsvolle Nutzung. Diese wurde noch durch den barrierefreien Zugang im Norden über eine Betonrampe verstärkt.

Eine sehr schwierige Aufgabe war es, eine stimmige Lösung als Abgrenzung des Hauptraumes und Übergang in die Werktagskapelle zu finden bzw. deren räumliche Verbindung herzustellen.

Durch errichten einer Natursteinwand (Rosso Verona – wie Bodenmaterial) in gleicher Ebene wie die bestehenden seitlichen Ambonen (Verde Alti), konnte der höher liegende Werktagsraum im unteren Bereich geschlossen werden und erhält dadurch einen entsprechenden kontrastreichen Abschluss für den Altarraum.

Für den oberen Bereich zwischen Decke und Oberkante neuer Wand sollte ebenfalls ein Abschluss gefunden werden. Dafür eignete sich am Besten das von Hubert Berchtold geschaffene Tryptichon (bewegliche St. Gebhardsbild).

Durch diese zwei einfachen Maßnahmen konnte eine eindeutig klare Trennung zwischen Hauptraum und Werktagsraum geschaffen werden.

Die Kirchenbesucher sind in Form von zwei aus Eiche, neu errichteten, gekürzten Bankblöcken im Hauptraum jeweils an jenen Orten mit den Besten akustischen und visuellen Bezügen zum Altar Bezirk konzentriert.

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