Die Chemie stimmt

Klosterneuburg
"Die Architektur zeigt, je komplexer die Aufgabe ist, desto simpler muss die Lösung sein." Auszug aus dem Juryprotokoll
 
 
"Das Projekt überzeugt durch eine starke Idee und eine klare, reduzierte, baukünstlerisch hochwertige Architektur." Auszug aus dem Juryprotokoll
 
 
Grundriss Erdgeschoss
 
 
Schnitte
 
 
Wir haben an einen funktionalen und gleichzeitig harmonischen Übergang gedacht, von der Gliederung simpel und leicht verständlich.
 
 
Grundriss Obergeschoss 2
 
 
Grundriss Obergeschoss 3
 
 
Lageplan
 
 
Architects
Franz&Sue
Address
Klosterneuburg
Year
2020

Wir bauen weiter
Das noch junge Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) betreibt naturwissenschaftliche Grundlagenforschung und bietet eine Postgraduiertenausbildung an. Es versteht sich als führende Forschungseinrichtung mit hochkarätigen WissenschaftlerInnen.

Auf dem Institutsgelände in Klosterneuburg bei Wien werden bis zum Jahr 2026 Schritt für Schritt neue Gebäudeeinheiten für insgesamt neunzig internationale Forschungsgruppen errichtet werden. Eines davon ist unser Gebäude LAB5 mit Forschungslabors für Chemie sowie einer Bibliothek nebst einer Gradschool.

Wir bauen weiter: Das Gelände des benachbarten bereits bestehenden Cafés, unsere terrassierte Bibliothek und das neue Chemiegebäude wachsen zu einem großen gemeinsamen Ganzen. Statt kleinteiliger Strukturen ergibt sich auf dem Gelände eine Form die Halt gibt und den ForscherInnen, die aus der ganzen Welt nach Niederösterreich kommen, ein Zuhause bietet.

Teil der Landschaft mit Platz
Das abgetreppte Gebäude folgt dem bestehenden Gelände. Die Bibliothek und das Café mit der vorgelagerten gemeinsamen großen Terrasse bildet einen attraktiven öffentlichen Raum und fassen mit einer großen Geste den offenen Raum der Vorstadt zu einem urbanen Treffpunkt.

Unsere Antwort auf das komplexe Raumprogramm mit den Forschungslabors, den HighTech Nuklearmagnetresonanzgeräten und den oben beschriebenen Einrichtungen war eine möglichst simple Lösung anzubieten, die es einem ermöglicht an dem Ort gerne zu sein.

Im Erdgeschoss entsteht ein dreiseitig gefasster Platz „am Marbach“, der als zentraler Kommunikations- und Treffpunkt für die StudentInnen und Lehrenden dient, und dem ganzen Ensemble eine identitätsstiftende Mitte gibt.

Wir haben das Parkdeck in Verlängerung der Terrassen gedeckt ausgeführt, wodurch sich neue Wege mit Weitblick in die schöne Umgebung ergeben.

Horizontal und vertikal
Über das verbindende „Terrassengebäude“ wird der ganze Gebäudekomplex vertikal und horizontal erschlossen. Der Höhenunterschied von etwa 13 Metern zwischen dem unteren und oberen Platz wird mit Stufen überwunden, auf denen die StudentInnen, Lehrenden und MitarbeiterInnen sitzen, lernen, lesen, sich treffen können.

Der Aufzug im Foyer, der auch außerhalb der Bibliotheksöffnungszeiten verwendet werden kann, sorgt für eine barrierefreie Erschließung.

Lichte Lern- und Leselandschaft
Die Bibliothek erstreckt sich über drei Geschosse mit Galerien, Durchblicken und großen Fensterbändern. Dadurch entsteht eine freundliche und großzügige zusammenhängende Lern- und Leselandschaft. Das helle zentrale Foyer an der Schnittstelle zwischen Bibliothek und dem Laborgebäude ist Kreuzungspunkt zwischen Praxis und Lehre. Die den Geschossen vorgelagerten Terrassen bieten einen schönen Bezug zum Außenraum mit Blick in die umliegende Landschaft des Wiener Waldes.

"Ein Entwurf ohne Arroganz. Mit seiner Offenheit und Großzügigkeit verfestigt er die kommunikative und interdisziplinäre Identität des IST Austria." Auszug aus dem Juryprotokoll

Laborräume und Technik
Das große Chemielaborgebäude haben wir funktional und äußerst einfach gegliedert.

Wunsch der Bauherren war, die Räume flexibel nutzen zu können. Sämtliche Laborräume sind auf den Geschossen 1 bis 3 übereinander angeordnet. Dadurch ist auch eine einfache Leitungsführung für diese hochtechnisierten Bereiche ermöglicht. Die Laborräume sind durch ihre Orientierung Richtung Norden vor direktem Sonnenlicht geschützt und stehen mit den Nachbargebäuden, die in den nächsten Bauphasen dann folgen, in einem Dialog.

EU-weit, nicht offener Wettbewerb, 1. Preis, in Arge mit Maurer&Partner GmbH

Client
Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
Team
Björn Haunschmid-Wakolbinger (PL), David Schiefer, Bernd Stuffer, David Huber, Philipp Wenzl, Joshua Meighörner
Statik
Woschitz Engineering ZT GmbH
Bauphysik
RWT Plus ZT GmbH
Gebäudetechnik
InPlan Ingenieure GmbH
Landschaftsplanung
EGKK Landschaftsarchitektur
Brandschutzplanung
FSE Ruhrhofer & Schweitzer GmbH
Medizintechnik
VAMED Standortentwicklung und Engineering GmbH

Related Projects

Other Projects by Franz&Sue