Erweiterung B[R]G Perchtoldsdorf

Perchtoldsdorf
Schaubild Wettbewerb
Visualization © Janusch
Visualisierung Aula
Visualization © Yuriy Leskiv
Visualization © Yuriy Leskiv
Architects
PLOV ARCHITEKTEN ZT GMBH.
Address
Ros­egger­gasse 2 – 4, 2380 Perchtoldsdorf
Year
2023
Cost
1M - 100M
Stories
1-5 Stories
Client
BM für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Team
Markus Illetschko, Renata Jung, Adrienn Holnthoner, Manfred Thallner, Benoit Bost, Ðurđica Srdanović Glavina, Lara Herkommer, Sarah Deubelli
Landschaftsarchitektur
3:0
Brandschutzplanung
Hoyer Brandschutz
Statik
petz zt-gmbh
TGA und Bauphysik
Bauklimatik GmbH
Kostensteuerung
BM DI Johann Waldhör
Versickerung
Water & Waste
Küchenplanung
Ing. Sarah Sophie Holzinger

Die Erweiterung der BG/BRG Perchtoldsdorf erfolgt mit einem 3-geschossigen Zubau. Der Zubau greift die kammförmige Struktur des Bestandes auf und erweitert diesen in Richtung Osten. Ein neuer großzügiger Vorplatz entsteht – Platz und Schulhof zugleich.

Der neue identitätsstiftende Platz unterstreicht nicht nur den Campusgedanken, er bietet darüber hinaus eine hohe Aufenthaltsqualität und lässt sich funktional mit dem im Eingangsgeschoß liegenden Aula- und Mehrzweckbereich zu einer großzügigen Fläche mit dem dahinterliegenden Garten verbinden, als neuer Raum für Schulfeste, die Ausstellung öffentlicher Projektarbeiten, Theaterworkshops etc.

Der Zubau ist als kompakte Erweiterung des Bestandsvolumens konzipiert und bildet gemeinsam mit diesem eine neue Schuleinheit. Klare Schnittstellen zum Bestand und ein schonender Umgang mit der bestehenden Substanz tragen einer auf Wirtschaftlichkeit ausgelegten Herangehensweise Rechnung.

Der Zugang zur Schule erfolgt kommend von der Roseggergasse. Durch die Verlegung des Eingangsbereiches ins bestehende Untergeschoss werden ein großzügiges Entree zur Schule und zugleich ein einladender Platz vor der Schule geschaffen, der zu Aufenthalt und Kommunikation einlädt. Die Garderobe bleibt bestehen und wird Richtung Eingangsbereich um ca. 80m² barrierefrei erweitert. Der attraktive Mehrzweckraum bildete das neue Zentrum der Schule und bietet Durchblick und Außenraumbezug. Die direkte Verbindung des Mehrzweckraumes mit dem Musiksaal macht diesen leicht und schwellenlos bespielbar. Die Verortung von Aufwärmküche, Speisesaal und Aufenthaltszone in unmittelbarer Nähe zum Mehrzweckraum ermöglicht nicht nur bei Schulfesten ein gutes Zusammenspiel. Der Zugang für Externe und für die Anlieferung der Küche erfolgt nördlich des Zubaus. Die oben genannten Tagesbetreuungsbereiche liegen direkt neben den 4 Gruppenräumen, die sich - mit mobilen Trennwänden ausgestattet - zu einem großen Saal für Konferenzen oder die Abhaltung der Zentralmatura zusammenschalten lassen. Die Verwaltung liegt direkt neben dem Eingang „kundennah“ und ist als kompakte, zusammenhängende Einheit konzipiert. Der Arbeitsraum der LehrerInnen ist in 2-3 Bereiche unterteilbar.

Über eine offene Sitzstufenanlage in der Mittelachse gelangt man in die oberen Geschosse.

Diese neue Mittelzone – durch Oberlichten und die nördlich gelegene großzügige Öffnung der Fassade belichtet bzw. durch Lufträume miteinander verbunden – bildet ein spannendes Raumgefüge für Aufenthalt, Kommunikation und offenes Lernen. Das Lern- und Infozentrum der Schule wurde verlegt und in dieser Mittelzone am Gelenkspunkt zwischen Bestand und Neubau im 1. Obergeschoss mit Bezug zur Leseterrasse angeordnet.

Sämtliche Sonderunterrichtsräume werden im Bestand neu untergebracht und zu thematischen Einheiten zusammengeschlossen. Lediglich der Biologiebereich ist im Erweiterungsbau verortet. Die Stammklassen werden einerseits im Bestand andererseits im Erweiterungsbau untergebracht. Die Pausenzonen jeweils am Ende der Gangflächen sind offen und hell gestaltet und bieten zusätzliche Flächen zur disponiblen Nutzung.

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