Europacity Stadthafenquartier Baufeld 9 & 10

Berlin, Germany
Architects
Baumschlager Hutter Partners
Location
Berlin, Germany
Year
2012

Städtebau Im Rahmen der vorgegebenen städtebaulichen Vorgaben werden folgende Anregungen gemacht: Das Baufeld Neun soll hin zum Baufeld Zehn geöffnet werden. Damit wird die Adresse der nord-ost Seite des Blockes aufgewertet und den Wohnungen in diesem Bereich eine „Wassersicht“ ermöglicht. Die Lagegunst von Baufeld Neun wird zum Baufeld Zehn hin erweitert. Der schwierigen Orientierung der entsprechenden Wohnungen im Baufeld Zehn, wird eine wertvolle Aussicht entgegengestellt. Die erdgeschossige Zone des Baufeldes Neun wird öffentlich, dadurch entsteht eine neue Leseart dieses Quartierteiles. Es wird die Verbindung von den Rieck- Hallen über das Baufeld Elf ins Quartier geführt und über den öffentlichen Platz weitergeleitet. Die Türme des Baufeldes Neun besetzen diesen Platz. In den Erdgeschossen sind öffentlichkeitsnahe Nutzungen gedacht. Das Baufeld Zehn gliedert sich primär durch Volumeneinschnitte. Deren Qualitäten sind je nach Lage durchaus mehrschichtig. Im nord-östlichen Eck soll das Auftrennen des Blockes das Innere aus dem Platz des Baufeldes Neun herausgeführt werden. Die süd-ost Ecke ist eingerückt und markiert so den Platz und lässt im Erdgeschoß ein Tor zu. Die süd-westliche Ecke hat ab dem 2. OG einen Einschnitt der das Süd-West- Licht in den Hof zum Kita Außenraum führt. Architektur Die schichtige, vielgliedrige Fassade des Baufeldes Zehn mit ihrem Licht und Schattenspiel soll einerseits die Wertigkeit der Adressen stärken und andererseits den Grenzen zur Öffentlichkeit Raum bieten. Die tiefe Fassade ist als französischer Balkon nutzbar und bietet Platz für optionale Schallschutzmaßnahmen. Die Öffnungszuschnitte reagieren präzise auf die dahinter liegenden Funktionen. Horizontal wird klassisch in Sockel, Mittelteil und Attikageschoss unterteilt. Damit können Regeln generiert werden, die anders geartete Bauteile des Blockes anbinden. Die Türme des Bauteiles Neun sind so gestaltet, dass der besonderen Lage und dem speziellen Wohntypen Rechnung getragen wird. Die loftartigen Wohnungen sind hochgradig transparent und geben damit vielseitige Blickbezüge frei. Funktionen Entlang der Heidestraße sind im Erdgeschoss öffentliche Nutzungen, darüber im 1. Obergeschoss sind Offi ce-Flächen bzw. Hybrid-Nutzungen vorgeschlagen. Im Bauteil Neun sind im Erdgeschoss öffentliche Nutzungen vorgestellt. Die Wohnungen im Bauteil Zehn sind mehrheitlich als Dreispänner organisiert. Dies ermöglicht bei gut ausgerichteten Wohnungen, eine reduzierte Anzahl von Kernen. Die Blocktiefe und das damit bestmögliche Verhältnis von Nutzfl äche zur Fassade, garantieren ökonomisch und ökologisch optimierte Voraussetzungen.

Wettbewerb
2012, 1. Preis

Kenndaten
Planungsbeginn: 2013
Baubeginn: 2015

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