Mehrzweckhalle und Probelokal Weissenbach

Weissenbach am Lech
Photo © Günter Richard Wett
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Architects
LAAC
Location
Loach 2, 6671 Weissenbach am Lech
Year
2010

STÄDTEBAULICHES KONZEPT

Der Mehrzwecksaal Weißenbach ist ein langgestreckter und transparenter sanft nach Süden ansteigender Baukörper.

Das Ensemble der drei Baukörper Volksschule, Kindergarten und Mehrzwecksaal nimmt die Gliederung und den Maßstab der Dorfstruktur auf. Dies wurde durch die Reduktion der oberirdischen Baumasse erreicht.

Die Orientierung an die Straße ist wesentlich um dem Schulgebäude und dessen Außenraum die notwendige Intimität zu gewährleisten. Die beidseitige großflächige Verglasung ermöglicht das Durchblicken des Gebäudes in Querrichtung.

GRÜNRAUM

Das Dach des Gebäudes liegt intensiv begrünt im Gelände zwischen Schule und Kindergarten, schneidet in die Topografie ein und formt durch das Überwinden von einem Geschoss einen leicht geneigten Hang.

Ein begehbares Dach - einen Rodelhügel.

Die sichtbare Kubatur des Gebäudes wird minimiert, das Raumprogramm in die Landschaft integriert.

Die gesamte Grünfläche bleibt erhalten, nur die Schichtenlinien werden neu definiert. Die natürliche Geländekante wird durch den Verbindungsweg bzw. den Verbindungstunnel architektonisch verstärkt und zur räumlichen Differenzierung genutzt.

Die Grünfläche bleibt exklusiv der Schule und dem Kindergarten erhalten.

ERSCHLIESSUNG

Die Schule ist über einen unterirdischen Weg mit dem Turnsaal verbunden, somit wettergeschützt und bequem erreichbar. Unmittelbar über dem Tunnel führt ein ebenerdiger Weg, welcher das Eingangsniveau der Schule mit dem Eingangsniveau des Neubaus barrierefrei verbindet.

Der Mehrzwecksaal mit dem Probelokal ist über eine überdachte Freitreppe erschlossen.

Das Café im Erdgeschoss verfügt über einen eigenen Eingang.



FUNKTION

Das Foyer des Neubaus bildet die Schnittstelle der unterschiedlichen Funktionen.

Eine Tribüne erweitert den Mehrzwecksaal in Richtung Café und bildet somit einen fließenden Zuschauerraum für Veranstaltungen. Das Probelokal bringt das darüber liegende Café zum Schweben.

Das Gebäude wird geprägt durch die vertikale Durchdringung der Räumlichkeiten und deren vielseitige Erschließung.

Das begehbare Glasband und die trichterförmigen Oberlichten belichten das Untergeschoss.

Die drei Niveaus Untergeschoss, Eingangsgeschoss und Dach werden multifunktional genutzt und beleben das Haus in seiner Gesamtheit.

NUTZUNGSEINHEITEN

Durch flexibel trennbare und absperrbare Nutzungseinheiten öffnet sich das Gebäude entsprechend der Anforderung der Veranstaltung, ob Kasperl-theater, Hallenfußball, Brauchtumsgruppe oder Partykeller, ob nacheinander oder alles gleichzeitig.

MATERIALKOMPOSITION

Foyer Gangflächen und Nutzräume des Untergeschosses sind in bretter-geschaltem Sichtbeton ausgeführt.

Sämtliche Wandverkleidung, Türen und Möbel sind aus dunkel versiegelten Birkensperrholzplatten.

Die Verkehrsflächen sind mit betongrauer mineralischer Bodenbeschichtung ausgeführt. Der Mehrwecksaal mit Tribüne und den zugeordneten Funktions-räume in PUR.

Die großflächige Glasfassade ist ergänzt durch eine Metallfassade aus Aluminiumblech.

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