Raiffeisenbank

Seefeld
Photo © Angelo Kaunat
 
 
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Architects
Architekturhalle
Address
Seefeld
Year
2014

Städtebaulich ist die Raiffeisenbank in die eng zusammengewachsenen Strukturen des Zentrums von Seefeld eingebettet. Der Bestand formuliert  eine heterogene Bausubstanz mit kleinteiligen ineinander verschachtelten Räumen, die für den Wohnzweck konzipiert worden sind. Die längere Baugeschichte trägt Spuren von Überlagerungen und Nutzungswandlungen. Der Wunsch des Bauherren war – großzügige Arbeitsräume mit einem unverwechselbaren  Ambiente, Transparenz bei gleichzeitiger Diskretion sowohl in Umgang mit den Kunden, wie auch für die eigenen Mitarbeiter - architektonisch umzusetzen. Die Kunst bestand darin, aus dieser Substanz mit schlechten Lichtverhältnissen und zusammenhanglos stehenden Funktionen, ein neues maßgeschneidertes Bankgebäude für Seefeld zu schaffen.

Die zentrale Idee war es einen Lichthof in den Bestand einzufügen, welcher das Tageslicht natürlich in das Gebäudeinnere bis in die Erdgeschosszone führt und gleichzeitig für eine einladende ansprechende Atmosphäre sorgt. Das Atrium leitet sich aus der vorgefundenen Statik des Gebäudes ab und konnte ohne große bauliche  Eingriffe ausgeführt  werden. Der  Mehrwert, der durch diese Intervention entsteht, ist in der täglichen Nutzung lebbar - visuelle Verbindungen und räumliche Verschränkungen sind bis in die obersten Etagen möglich. Selbstverständlich schafft die umhergehende Zone geschossweise die Erschließung der  ringsum liegenden Büros. Somit konnte eine zentrale,  kommunikationsreiche  Mittelzone geschaffen werden.

Das Thema Diskretion der Beratungsbüros im Erdgeschoss wie auch im Obergeschoss war dem Bauherrn ein großes Anliegen. Wie feine Membrane filtern einzelne architektonische Elemente die Durchlässigkeit und Abschirmung. Die geschwungene Holzstruktur der Schalter zieht sich nahtlos durch den Kundenbereich und dient der kundenfreundlichen Bedienung.

Das äußere Erscheinungsbild durfte den bestehenden alpinen Charakter des Gebäudes nicht verlieren. Es sollte eindeutig als Bürohaus ablesbar sein und sich von der üblichen umgebenden Hotelarchitektur abheben. Klassisch modern aber nicht schreiend. Durch die Künstlerische Intervention der Wiener Künstlerin  Mag. Teresa Mar wurde in der Sockelzone ein Membran zum Straßenraum hin  geschaffen, welcher die Geschichte von Seefeld zeichnet. Die bedruckten, gekrümmten Glaselemente filtern die neugierigen Blicke der Passanten und schaffen  die notwendige Diskretion, bei gleichzeitiger Durchlässigkeit für das Tageslicht, in den im Erdgeschoss liegenden Beratungsbüros.

In sehr knapper Umbauzeit mit strengem Kostenkorsett und gänzlich verändertem  Ambiente zeigt sich die Raiffeisenbank Seefeld nun in ihrer Haltung regional,  individuell, stabil, mutig und zukunftsweisend.

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