Stafa Tower

Wien
Photo © Bruno Klomfar
 
 
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Architects
BEHF Architects
Address
Mariahilfer Straße 125, 1060 Wien
Year
2015

Das berühmte Traditionskaufhaus Stafa aus dem Jahr 1911 liegt in einem der beliebtesten Einkaufsviertel von Wien, in der Mariahilfer Straße, Ecke Kaiserstraße nahe dem Westbahnhof. Das Gebäude mit einer wechselvollen Geschichte wird nun von BEHF Corporate Architects zu einem Drei-Sterne-Hotel mit zusätzlichen Einkaufs- und Büroflächen umgebaut.

Der neungeschossige, markante Rundbau mit zwei Seitenflügeln beherbergt auf der 3.200 qm Grundstücksfläche im Untergeschoss einen Supermarkt und weitere Handelsflächen im Erdgeschoss sowie in den ersten beiden Etagen. Das darüber liegende Hotel mit rund 190 Zimmern bietet in den beiden gestaffelten Dachetagen ein Restaurant, den Frühstücksraum und eine Terrasse mit einem schönen Blick über Wien.

Das ursprünglich als Warenhaus in unterschiedlichen Formationen genutzte Gebäude hatte als Handelszentrum mit einer Größenordnung von ca. 18.000 Quadratmetern (BGF) äußerst ungünstige architektonische Voraussetzungen. Die jetzige Nutzungsveränderung setzt hier ein neues Zeichen für die Revitalisierung von Altbestand. So konnten z.B. durch innovative Tageslichtumlenkunsgmaßnahmen im Innenhofbereich die zulässige Zimmeranzahl für das Hotel erhöht werden. Das ursprüngliche Atrium wurde oberhalb der Handelsflächen geschlossen, die darüber liegenden Hotelzimmer sind individuell auf den Grundriss und das Atrium gestaltet. Die Fassade erhält vorgesetzte Glaspaneele, die die ursprüngliche Rasterung der Lochfassade aufnehmen und nicht nur dem Schallschutz dienen, sondern dem Gebäude auch eine zeitgemäße, moderne Ausstrahlung verleihen. Die Erhaltung der kunsthistorisch wertvollen Relieftafeln des Wiener Bildhauers Anton Hanak, die sich zwischen den Glaselementen befinden, war ein Anliegen des Gestaltungsbeirats und der Architekten. Diese neun Skulpturen werden nun nach langer Abwesenheit wieder die Fassade zieren können. Sie erinnern an die Tradition dieses Gebäudes, das Geschichte und Gegenwart auf ansprechende Weise verbindet.

Ein freistehender Glasschirm in Höhe der Sockelzone bindet auf der gesamten Länge die Gebäudeteile von der Kaiser- zur Mariahilfer Straße in eine städteräumlichen Einheit und ergänzt so den Solitär zu einer gläsernen Blockrandbebauung.

Die Summe dieser architektonischen Maßnahmen ergeben eine attraktive, zukunftsorientierte und nutzungsneutrale Immobilie, die eine längere Lebenszeit des Gebäudes gewährleisten.

Investitionsvolumen

30 Mio Euro

Auftraggeber
Richard Schöps & Co. AG,

Bauzeit
2014 bis Mitte 2015

Gesamtnutzfläche
18.000 m²

Planung
BEHF Corporate ArchitectsProjektleitung: Andras Blattner

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