Erweiterung FH Campus St. Pölten

St. Pölten
Visualización © (c) NMPB Architekten, (c) Expressiv
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Arquitectos
NMPB Architekten
Dirección
Matthias Corvinus - Straße 15, 3100 St. Pölten
Año
2021
Coste
1 millón - 100 millones
Pisos
1 - 5 pisos
ARGE Partner
FCP Fritsch, Chiari & Partner

1. Preis, Vergabeverfahren, 2017
FH St. Pölten 2. Bauabschnitt - Generalplanerleistungen

ARGE NMPB + FCP
NMPB Architekten ZT GmbH +
FCP Fritsch- Chiari & Partner ZT GmbH

Konzept
Grundgerüst für diese Campusstruktur bildet ein Ensemble aus zwei kompakten und differenziert ausgestalteten Baukörpern über einem gemeinsamen Sockel. Die demokratische Gliederung der Volumen und Erschließung offeriert große Flexibilität in der Nutzung und Möglichkeiten zur weiteren Ausdehnung.

Der neue Campus im Grünen tritt als eine Einheit in Erscheinung – Bildung verbindet! Im Außenbereich als großzügige öffentliche Promenade, im Inneren als zentrale Bildungsachse zwischen den beiden Gebäuden.

Städtebauliches Konzept
Der konzeptuelle Ansatz betrachtet das Areal in seiner Gesamtheit. Die Formulierung der Zugänge, der Promenade und öffentlichen Plätze definiert einen einzigartigen Campus-Baukörper inmitten von hochwertigen Grünräumen und einer vielschichtigen städtebaulichen Einbindung unter Berücksichtigung einer optimalen und wirtschaftlichen Umsetzung.

Die städtebauliche Struktur der Umgebung ist gekennzeichnet durch eine heterogene Bebauung mit dem bestehenden Gebäude der FH als richtungsweisende städtebauliche Ordnung.
Die vorhandene Promenade - die FH Zugangsachse - wird als prägnantes städtebauliches Zeichen weitergeführt und als eine Zone der Erschließung, Begegnung, Kommunikation und des Austausches gestärkt und ausgebaut.

Die Promenade verbindet den gesamten Campus der Fachhochschule und führt Richtung Parkplatz und in weiterer Folge entlang des Mühlbaches bis zum Bahnhof in der Stadtmitte.
Die Überlagerungen aus Erschließung, Grünraum und zugeordneten Freibereichen um die Gebäudestruktur erzeugt ein komplexes urbanes identitätsstiftendes Gebilde. Der Freiraum bietet mit den Übergängen und Nutzungen vom Campusgebäude aus differenzierte öffentliche und halböffentliche Bereiche an.

So bieten etwa im Bereich des ruhigen Innenfeldes eine befestigte Terrassenlandschaft und im östlichen Teil des Grundstücks ein grüner Wald verschiedene Qualitäten an. Es entsteht ein der FH zugeordneter halböffentlicher Bereich mit bespielbaren Oberflächen, Treffpunkten, Verweilzonen, Sitztreppen und Wiesen zum Liegen und Sitzen.

Das Campus-Gebäude
Der verbindende Sockel
Eine breite Promenade im Außenraum erlaubt übersichtliche und kurze Wege in alle Bereiche der Campusstruktur. Diese Campuspromenade findet zudem eine Wiederholung als Bildungsachse im Innenraum und schafft dort eine völlig offen durchwegbare Sockelzone im Wechselspiel zwischen Innen- und Außenraum.

Die Bildungsachse im Innenraum verbindet großzügig und direkt die bestehende mehrgeschoßige Aula über einen offenen Mensabereich mit der neuen Campushalle. Eine klare Zonierung dieser offenen Sockelzone schafft Übersicht:

Im Bestand ... konzentrieren sich die Festsäle und Hörsäle für größere Lehr- und externe Veranstaltungen.
Als Bindeglied ... fungiert der offene Speisesaal mit starkem Bezug zum Außenraum
Im Erweiterungsbau ... definieren die Studentenanlaufstelle CSC mit Bibliothek, Lernlab und Showroom einen produktiven und vernetzten Schwerpunkt.

Die Offenheit der Struktur und die Zuschaltbarkeit von Räumen mit großer Nutzungsbandbreite ermöglichen eine vielfältige, parallele und flexible Nutzung im täglichen Betrieb aber auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen.

Der kompakte Campus
Über dem verbindenden Sockel mit den öffentlichen Erdgeschoß-Funktionen findet in den Obergeschoßen die eng vernetzte Forschung und Lehre statt. Die gewachsene FH-Struktur wird in Clustern gruppiert und formt nach funktionalen Zusammenhängen gegliedert den neuen Campus. Der kompakte Erweiterungsbau knüpft auf allen Ebenen an das Bestandsgebäude an und schafft so die notwendige räumliche Vernetzung für einen effizienten Ablauf. Bestand und Neubau bilden gemeinsam eine neue Einheit.

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