Baden mit Blick auf die Wahrzeichen Salzburgs

Berger+Parkkinen
8. janvier 2021
Das Paracelsus Bad & Kurhaus steht inmitten der historischen Salzburger Innenstadt. (Foto: Christian Richters)

Alfred Berger und Tiina Parkkinen haben mit ihrem Team das Paracelsus Bad & Kurhaus in Salzburg gestaltet. Was hat das schwungvolle Projekt zu bieten?

Welche Inspirationen liegen diesem Projekt zugrunde?


Da gab es mehrere Dinge: Zum einen haben uns die Stadt Salzburg und ihre Landschaft inspiriert, andererseits haben das Thema Mensch und Wasser sowie die soziale Dimension des Projekts unsere Gestaltung stark beeinflusst.

Gab es bedeutende Projektänderungen vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk?


Drastische Veränderungen gab es in dem Sinne nicht, jedoch wurden vom ersten Entwurf bis zum vollendeten Bauwerk laufend Verbesserungen vorgenommen. 

Die Badehalle ist als Erweiterung des Kurgartens im 3. Stock gedacht. (Foto: Christian Richters)
Die gesamte Dachebene wird für die Saunaanlage mit Außenpool und freiem Blick über die Stadt genutzt. (Foto: Christian Richters)
Wie gliedert sich das Gebäude in die Reihe der bestehenden Bauten des Büros ein?


Unser Schwerpunkt liegt auf öffentlichen Bauten im anspruchsvollen urbanen Kontext. Architektonisch führt das Projekt unser Hauptthema »void & volume« und unsere Auseinandersetzung mit traditionellen und langlebigen Oberflächenmaterialien wie Kupfer, Holz, Naturstein und Keramik fort.

Beeinflussten aktuelle energetische, konstruktive oder gestalterische Tendenzen das Projekt?


Es vereint hohe konstruktive wie auch energetische Ansprüche im architektonischen Konzept. So ist die Stützenfreiheit der gesamten Badeebene als konstruktive Herausforderung gelungen, und das Bad hat – als erstes überhaupt in Österreich – die Auszeichnung mit dem Goldstatus der Klimaaktiv-Zertifizierung erhalten.

Der zentrale Stiegenaufgang führt vom Haupteingang über die drei Sockelgeschosse bis zur hellen Badehalle. (Foto: Christian Richters)
Welches Produkt oder Material hat zum Erfolg des vollendeten Bauwerks beigetragen?


Keramische Oberflächen in vielfacher Ausformung, von industriellen, hochmodernen Großformatfliesen bis zu den speziell für das Projekt entwickelten Keramiklamellen, waren entscheidend. 

Das Gebäude schützt sich vor Einblicken von außen durch ein umlaufendes Kleid aus Keramiklamellen. (Foto: Christian Richters)
In den drei Saunen wird der Blick auf die Stadt inszeniert, der zentralen Großsauna ist eine Lounge mit Fokus auf die Müllner Kirche vorgelagert. (Foto: Christian Richters)
Lageplan
Grundriss 3. Obergeschoss
Grundriss 5. Obergeschoss
Längsschnitt
Bauwerk
Paracelsus Bad & Kurhaus
 
Standort
Auerspergstraße 2, 5020 Salzburg
 
Nutzung
Bad & Kurhaus
 
Bauherrschaft 
Stadtgemeinde Salzburg, KKTB Kongress, Kurhaus & Tourismusbetriebe der Stadt Salzburg
 
Architektur 
Berger+Parkkinen Architekten, Wien
Architektur: Alfred Berger, Tiina Parkkinen
Projektleitung: Lucas Schuh, Miklos Deri
Projektteam: Lenia Mascha, Frane Matthias Trebotic, Lucie Najvarova, Serban Ganea, Susanne Hofer, Leonhard Coreth, Sebastian Fischbeck, Jurgis Gecys, Anna Gulinska, Adam Ambrus, Lola Berger, Alejandro Casanóva, Matteo Centi, Fanni Aliz Florian, Jure Kozin, Joanna Magiera, Martina Rehorova, Veronika Rehortova, Lukas Rückerl, Susanne Strobach und Marijana Vjesticova
 
Fachplaner 
Landschaftsarchitektur: idealice, Wien
Statik: BauCon, Zell am See
TGA und Elektrotechnik: Büro Herbst, Salzburg
Bauphysik: Ing. Rothbacher, Zell am See
Brandschutz: IBS-Technisches Büro, Linz
Fassadenkonsulent: MDW metal design, Vöcklabruck
Bäderplanung: sv.pf engineering, Leoben
Klimaaktiv Zertifizierung: IBO, Wien
Leitsystem: Büro uebele, Stuttgart, Deutschland
 
Jahr der Fertigstellung
2019
 
Energiestandard 
klimaaktiv GOLD
 
Kunst am Bau  
Bele Marx & Gilles Mussard: Künstlerische Wandgestaltung
 
Auszeichnung 
Architekturpreis des Landes Salzburg
Fiabci Prix d’Excellence (Finalist)
The Plan Award (Honorable Mention)
BigSee Tourism Design Award
 
Fotos
Christian Richters

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