Thermensiedlung Oberlaa - Städtebauliche Koordination

Wien
Visualisation © Gert M. Mayr-Keber ZT GmbH
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Dessin © Gert M. Mayr-Keber ZT GmbH
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Photo © Elisabeth Mayr-Keber
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Dessin © Gert M. Mayr-Keber ZT GmbH
Architectes
Gert M.Mayr-Keber ZT GmbH
Adresse
Grundäckergasse 34, 1110 Wien
Année
2000
Coût
Non indiqué
Étages
Non indiqué

Das Areal der Grundäcker ist bestimmt durch seine Randlage zum Ortsgebiet Oberlaa. Als eine der wesentlichen Aufgaben der neu zu schaffenden Siedlungsstrukturen wurde für dieses am Fuße des Laaerberges situierte Gelände die Verbindung, besser die Vermittlung, zwischen Stadtrand und nicht bebautem, großteils noch landwirtschaftlich genutztem Grünraum, der hier die Ebene des Wiener Beckens einleitet, angesehen.

Anbindung Kleinhausstruktur und Grünraum:

Die Bebauungsformen der Randzonen zu den bestehenden Klein- und Einfamilienhäusern sind mit in erster Linie gesetzten Einfamilienhäusern  vorgesehen, um einen weichen Übergang zu der dahinterliegenden großmaßstäblicheren Bebauung zu erreichen.

Die Überleitung der Bebauungsstruktur in die zentrale Erholungszone erfolgt durch geöffnete Hofbebauungen, die sich fingerartig mit dem Grünraum verklammern, es entsteht eine Verflechtung zwischen Wohnhof und Park.

Struktur zur Bahn:

Zur nordseitig gelegenen Bahn sind aus Lärmschutzgründen einerseits Zeilenbebauungen mit vorgesetzten Laubengängen, deren Maßstäblichkeit und räumliche Ausrichtung die topographische Situation reflektiert, vorgeschlagen, andererseits soll im mittleren Grünbereich ein Hügel angeschüttet werden.

Bezugsachsen zum Bestehenden:

Die unterschiedliche Erschließungs- und Grundstücksstruktur ost- beziehungsweise westseitig wird in die Konzeption einbezogen und thematisiert. Mit der Fortführung der Achsen der westlichen Straßenzüge über eine Alleebepflanzung wird ein Wohnhof in diesem System zugeordnet. Durch diese Orientierung eines Bauteiles wird ein städtebaulich wirksames Spannungsfeld erzeugt, das im Zusammenspiel mit der östlichen Strukturanbindung eine spürbare Schrägstellung eines großen Baukörpers zur Folge hat.

Verkehr:

Das Wohngebiet ist frei von motorisiertem Individualverkehr, die Unterbringung der erforderlichen Stellplätze ist in einer zentralen Sammelgarage vorgesehen.

Die innere Erschließung des Wohngebietes erfolgt über Rad- und Fußwege, die teilweise mittels geplanter Bahnüberbrückung und -unterführung an die Stationen der öffentlichen Verkehrsmittel angebunden sind.

Bauliche Dichte:

Im Rahmen der Ausarbeitung des städtebaulichen Expertenverfahrens wurde besonders darauf geachtet, eine nicht zu hohe Dichte zu erreichen. So wurde allseitig eine ein- bis zweigeschoßige Bebauung der Randbereiche festgelegt, ausgenommen davon ist nur die Abgrenzung zur Bahn. Die Kernbauten sind bis zu vier Ebenen konzipiert, wobei die 4. Ebene nur noch als Dachausbau wirksam in Erscheinung treten sollte.

Energie- und Wasserkonzept:

Im Rahmen der Konkretisierung und Umsetzung des städtebaulichen Konzeptes wurde ein erster Bauabschnitt über einen Bauträgerwettbewerb ausgeschrieben. Besonderer Schwerpunkt des gemeinsamen Siegerpojektes, das sechs Bauträger realisieren, war ein ökologieorientiertes Energie- und Wasserkonzept.

Mit baulichen Maßnahmen wird die Reduzierung des Energieverbrauches angestrebt, mittels Windrad und Wärmepumpe der Aufwand der Energieerzeugung entsprechend optimiert. So wird durch die Errichtung einer Wärmepumpenanlage direkt im benachbarten Areal der „Therme Oberlaa“ den abgewirtschafteten Thermalabwässern die zur Verfügung stehende Wärme entzogen und zur Nutzung für die Bewohner der Thermensiedlung Oberlaa verwendet.

Windrad und Wärmepumpe sind aus technischen und kostenrelevanten Gründen dezentralisiert zur Siedlung positioniert, der Energiefluß erfolgt über die bestehenden Netze der Strom- und Fernwärmeversorgung der Stadt Wien, der jeweils gezählt eingespeist und entnommen wird.

Zur Vermeidung unnötigen Trinkwasserverbrauches wird Regen- und Grundwasser über eine Zisternenanlage gesammelt. Sämtliche WCs wie auch Bewässerungssysteme der Siedlung sind an dieses Nutzwassersystem angeschlossen.

Kunst und Bau:

Im Rahmen eines eigenen künstlerischen Wettbewerbes wurden die Vorschläge von Manfred Erjautz und Ingeborg Strobl prämiert und zur Ausarbeitung empfohlen.

Bauträger:

Buwog, Domizil, Gebös, Gewog, MA 11, Mischek GmbH, ÖSW

Architekten:

Elke Delugan-Meissl, Otto Häuselmayer, Gert M.Mayr-Keber, Helmut Richter, Albert Wimmer

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