Skyline Spittelau

Wien
Photo © Rupert Steiner
Photo © Rupert Steiner
Photo © Rupert Steiner
Photo © Werner Kaligofsky
Photo © Werner Kaligofsky
Photo © Manuela Horny
Dessin © Architekten Tillner & Willinger
Architectes
Architekten Tillner & Willinger
Adresse
Heiligenstädterstraße 29-31, 1190 Wien
Année
2008
Coût
1 million - 100 millions
Client
PORR Solutions
Équipe
H. Achammer, M. Hoffmann- Becking, Ph. Broinger, C. Dorner, M. Simmerstatter, Ph. Pongratz
Projektpartner
ARGE SPITTELAU with RAHM Architekten, Werkraum Wien ZT GmbH

Skyline Spittelau schwebt gleichsam über der aufgelassenen U-Bahn-Linie und sichert die Erhaltung des historischen Viaduktes. Die Belebung der Gürtelbögen schließt an den Westgürtel an. Statt einer Barriere entsteht ein Treffpunkt, geprägt von der Kultur- und Unterhaltungsszene in den Stadtbahnbögen.

Das Projekt bildet den nördlichen Auftakt der bereits von den Architekten Tillner & Willinger realisierten Gürtelrevitalisierung URBION, von der ein wesentlicher Impuls der Wiener Stadtentwicklung ausging. Die Lage des Grundstückes an der Gabelung der ehemaligen Stadtbahn in den aktiven Spittelauer und den stillgelegten Heiligenstädter Ast stellte eine besondere Herausforderung dar. Der von beiden Trassen gebildete Hof mit seiner gekrümmten Dreiecksform barg jahrzehntelang ein unerschlossenes städtebauliches Potenzial. Die Urbanität dieses Raumes erforderte eine großzügige Lösung, die ihn öffentlich zugänglich macht und als Attraktor für die Bewohner und die Nutzer des ÖV-Knotens Spittelau wirkt. Der geschwungene Baukörper auf den Stadtbahnbögen folgt der Bewegung der ehemaligen Stadtbahnlinie in Form eines verschobenen Kreisbogens. Durch einen leichten Schwung nach außen zum Gürtel wird ein spannender Dialog der alten und der neuen „gekurvten“ Gebäude bewirkt. Der viergeschossige Aufbau hebt sich klar von den massiven Bogenbauwerken ab.

Die Tragkonstruktion baut auf den von Otto Wagner geschaffenen Randbedingungen auf: Das Deckensystem mit Hohldielen ermöglicht ein stützenfreies Spannen über die gesamte Gebäudebreite. Dadurch können störende Stützenstellungen im Bereich der Gewölbebögen verhindert werden.

Die Fassaden der Bürogebäude gehen am Spitz in eine Kegelfläche über, die mit ihrer charakteristischen Form zum Wahrzeichen wird. Das Projekt Spittelau belebt die Brachfläche zwischen den Stadtbahnbögen von Otto Wagner. Die mächtigen, in Ziegelmauerwerk ausgeführten Bögen prägen den Charakter des Ortes und schützen den Hof vor dem Verkehrslärm des Gürtels. In den ehemaligen Lagerflächen der Bögen entstanden viel besuchte Restaurants, Geschäftslokale und Büros, die zur lebendigen öffentlichen Nutzung des Hofes beitragen. Die Glasfassaden der Bögen und eine sorgfältige Detailplanung reflektieren den sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz und tragen zum einzigartigen architektonischen Erscheinungsbild bei.

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