Kein Grund zum Runterschalten: Home-Office bei World-Architects

World-Architects.com
19. marzo 2020
Auf all unseren internationalen Plattformen wird der Architekturdiskurs weitergeführt. Die Redaktionen und das gesamte Team arbeiten von zu Hause – mit voller Kraft und gewohntem Tatendrang. (Foto: World-Architects.com)
 

Seit vergangener Woche arbeitet unser gesamtes Team von zu Hause – egal, ob in China, Japan, den Vereinigten Staaten, Spanien, Italien, Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Als Krisenmodus begreifen wir dies weniger, sondern als kleinen Beitrag zur Lageverbesserung und – trotz aller Herausforderungen – auch als Katalysator für neue Ideen.

Als im alten Jahr die ersten Meldungen über das neue Coronavirus aufpoppten, schien all das weit weg. Was uns Kolleg*innen und Interviewpartner zunächst aus China und bald aus dem ganzen ostasiatischen Raum berichteten, beeindruckte zwar – doch war noch schwer vorstellbar, dass uns wenig später Ähnliches bevorstehen würde. Heute wissen wir es besser: Corona ist in Europa angekommen, der Kontinent ist gar zum Brennpunkt der Pandemie geworden. Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sind alle gefordert. Seit Ende voriger Woche leisten auch wir einen kleinen Beitrag und arbeiten von zu Hause. Schließlich kennt wohl jeder Personen, die im Falle einer Ansteckung gefährdet wären. Darum herrschen strikte Ausgangsbeschränkungen, alle 279 Gemeinden Tirols stehen unter Quarantäne. Und wie ernst die Krankheit ist, wissen wir von unseren Kolleg*innen in Italien: Allein am gestrigen 18. März 2020 starben dort 475 Personen am Virus. Fortan befindet sich das gesamte World-Architects-Team von New York bis Tokio im Home-Office. Alle Ortstermine und Meetings sind bis auf Weiteres durch virtuelle Treffen ersetzt.

Nun muss der Alltag neu geordnet und organisiert werden, wir müssen uns in einem Provisorium unbekannter Dauer einrichten. Das ist nicht leicht, gerade wenn Kinder beaufsichtigt werden müssen – doch was ist das gegen die Arbeit, die österreichische Ärzt*innen, Pflegekräfte, Polizist*innen und Armeeangehörige leisten. In den nächsten Tagen und wohl Wochen machen wir also, was wir am besten können: online arbeiten. Das ganze Team bleibt via E-Mail und Telefon voll erreichbar, alle arbeiten mit Volldampf und dem gewohnten Enthusiasmus weiter. Wir begreifen die Zeit zu Hause auch als Möglichkeit, zu reflektieren, uns zu fokussieren, neue Ideen zu entwickeln und neue Projekte auszuhecken; und auch als Chance, mehr Zeit mit Partner*innen und Kindern zu verbringen.

All unsere internationalen Magazine werden natürlich weiterhin wie gewohnt erscheinen. Wir wollen Ihnen gerade jetzt spannenden Lesestoff bieten, inspirierende Projekte zeigen und kontroverse Positionen vorstellen. Und überhaupt: Gerade im deutschen Sprachraum bietet eine enorme Anzahl von qualitätsvollen Fachmedien im Print wie online lesenswerte Beiträge unterschiedlichster Couleur – für jede Interessenlage und alle Lesegewohnheiten sollte etwas dabei sein. Falls Sie hingegen lieber gute Bücher zur Hand nehmen, finden Sie zahlreiche Besprechungen und Empfehlungen im Magazin.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie vor allem gesund. Allen Erkrankten wünschen wir eine rasche Genesung!

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