Foto © Hertha Hurnaus
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Disegno © feld72
Disegno © feld72
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Wohnanlage Eppan

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Sede
Eppan, Italia
Anno
2015
Auftraggeber

Arche KVW, Bozen

BGF
4.666 m²

Auszeichnung
geladener WB, 1. Preis

Fotos
Hertha Hurnaus

Visualisierung
Heimo Prünster

Das 2002 gegründete Architekturkollektiv feld72, dessen Tätigkeitsfeld sich an der Schnittstelle von Architektur, angewandtem Urbanismus und Kunst bewegt, wurde für einen 2015 fertig gestellten Wohnbau in der Südtiroler Gemeinde Eppan mit dem hochkarätigen Südtiroler Architekturpreis in der Kategorie Wohnen geehrt. Das Architekturbüro mit Sitz in Wien hat bereits zahlreiche kreative Projekte diverser Größenordnung im nationalen wie internationalen Kontext umgesetzt. Die vielfach prämierten Arbeiten von feld72 zeichnen sich durch einen sozial verantwortlichen, innovativen und nachhaltigen Zugang zu Themen der Architektur und des Urbanismus aus. Den Südtiroler Architekturpreis in der Kategorie Wohnen, der 2015 durch eine prominente Experten-Jury bestehend aus Donatella Fioretti, Klass Goris und Maria Giuseppina Grasso Cannizzo vergeben wurde, gewinnt das Architekturkollektiv bereits zum zweiten Mal.

Der prämierte Wohnbau mit 23 Genossenschaftswohnungen in Eppan zeichnet sich durch seine eigenständige Ästhetik aus, sein Ursprung aber ist tief verwurzelt in der für Südtirol typischen Dorfstruktur und die sie umgebende Materialität.

Ein Novum bei diesem Bauprojekt stellte die Zusammenarbeit von feld72 mit der Südtiroler Betonfirma PROGRESS dar. Eigens für den Bau in Eppan entwickelte man innerhalb einer kurzen wie intensiven Experimentierphase erdwarm gefärbte Sichtbeton-Sandwichelemente, die der Anlage einen skulpturalen Charakter verleihen. Das in Eppan eingesetzte Material weist neben guten Wärmedämmwerten auch eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit auf und kann im Bauprozess schnell und sauber verarbeitet werden, wobei die Baukosten nicht höher liegen als bei den üblichen Ziegelbauten. Die Betonmischung ermöglichte außerdem die spezielle Ästhetik der Anlage, die in warmen Brauntönen gehalten ist.

Die Baukörper sind in Form und Ausdruck zurückhaltend und schlicht konzipiert. Vielfalt entsteht in der Variation der Öffnungen; raumhohe Fenster und strukturierte Deckenbänder gliedern die Fassaden; dabei orientierte man sich an den im Dorf bereits bestehenden Wohnhäusern.

Die für Südtirol spezifische kompakte Dorfstruktur wurde von den Architekten für die Wohnanlage aufgegriffen. Die Gebäude schmiegen sich fließend an die Struktur des Ortes mit unterschiedlich gelagerten Niveaus an und vervollständigen so das Gesamtbild der Siedlung, die sich nun aus alten und neuen Elementen zusammensetzt. Die bestehende Terrassierung des Baugrundes wurde für die Gestaltung von privaten Terrassen und Gärten genutzt.

Zentrales Element der Wohnanlage in Eppan stellt ein begrünter Innenhof dar, um den sich die fünf wohl konzipierten Wohnhäuser gruppieren; dieser Freiraum kann gemeinschaftlich genutzt werden und dient somit als Treffpunkt, der das soziale Miteinander zwischen den BewohnerInnen der Anlage fördert.

Eine weitere spannende Herausforderung brachte das Wohnbauprojekt insofern mit sich, als dass man bei der Realisierung bereits wusste, wer nach der Fertigstellung einmal in den Wohnungen leben würde und man so in direkter Abstimmung mit jenen Familien auf deren individuelle Wünsche und Bedürfnisse eingehen konnte. Entstanden ist dabei eine Siedlung, die eine wohl durchdachte Mischung aus privatem und öffentlichem (Frei-) Raum bietet.

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