TUM Campus im Olympiapark eingeweiht

Manuel Pestalozzi
19. 5月 2022
Zwar ist das Großprojekt noch nicht ganz vollendet, doch wesentliche Teile werden bereits genutzt. Die letzten Arbeiten sollen 2024 abgeschlossen werden. (Foto © Astrid Eckert, Technische Universität München)

 

Mit dem 185 Meter langen und 153 Meter breiten Neubauprojekt der Technischen Universität München (TUM) wird die Komposition von Landschaft und Architektur im Norden des Olympiaparks fortgeschrieben. Für das Gesamtgebiet von 34 Hektar Größe wurde zunächst ein städtebauliches und landschaftsplanerisches Konzept entwickelt, das den multifunktionalen Anforderungen entspricht. Hauptnutzer des neuen Gebäudes und der gesamten Anlage sind die Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der TUM mit rund 3000 Studierenden sowie der Zentrale Hochschulsport München mit über 17000 Sportler*innen aller Münchner Hochschulen.

 

Der neue Campus befindet sich im Norden des Olympiaparks. (Modellfoto © Dietrich | Untertrifaller Architekten)

Der Wettbewerb um die Gestaltung des Bauwerks fand 2015 statt, Dietrich | Untertrifaller Architekten gewannen ihn zusammen mit dem Schweizer Büro Balliana Schubert Landschaftsarchitekten. Der Neubau besteht größtenteils aus Holz und Glas. Ein besonderes Augenmerk galt der Barrierefreiheit. Als gestalterische Besonderheit gilt das 18 Meter weit auskragende Vordach aus Holz, das sich auf der Westseite des Gebäudes über die Außenterrasse und einen Teil der neu errichteten Leichtathletikanlage schiebt. Herzstück der neuen Anlage ist die »Rue intérieure«. Sie bildet eine Verbindungsachse vom Haupteingang auf der Ostseite zum Ausgang an der Westseite und verknüpft sämtliche Gebäudeteile miteinander. Dabei gewährt sie Einblick in die Sporthallen, Hörsäle und verglasten Seminarräume.

 

Von der »Rue intérieure« öffnet sich der Blick in die Sporthallen – ein architektonischer Höhepunkt des enormen Holzbaus. (Foto © Astrid Eckert, Technische Universität München)

Der Campus im Olympiapark soll nichts weniger als einer der modernsten Standorte für Sport- und Gesundheitswissenschaften in Europa sein. Die Verknüpfung beider Disziplinen in einer Einrichtung ist gemäß dem bayerischen Wissenschaftsminister Markus Blume in Deutschland einmalig. Die TUM mache vor, wie die wissenschaftliche Begleitung von Leistungssport, Sportwissenschaft, Hochschulsport und Gesundheitsprävention verbunden werden könnten, sagte er anlässlich der Einweihung selbstbewusst. 

Ganz vollendet ist der TUM Campus indes trotz der feierlichen Eröffnung noch nicht: Das Projekt befindet sich derzeit im dritten Bauabschnitt. Dabei werden bestehende Turnhallen abgebrochen und die restlichen Bauteile inklusive der noch fehlenden Bürospangen und Innenhöfe ergänzt. Im Jahr 2024 dann sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

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