2020
Stadtkonflikte - Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung
Wien
ISBN: 978385476-869-2
Auteur: Gabu Heindl
Uitgever: Mandelbaum Verlag
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Was ist demokratisch engagierte Architektur?
Im Stadtraum wird Politik gemacht: durch Gentrifizierung und Abschottung, durch autoritäre Sicherheitsmaßnahmen und Anpassung an Investment-Interessen. Und es wird Gewinn gemacht: mit Wohnungsnot, mit Betongold, mit urbanem Raum als Kapitalanlage. Neoliberales Regieren und rechtsnationale Kampagnen machen die Stadt zum Ort der Angst und der Verknappung.
Vor diesem Hintergrund erörtert die Autorin, wie stattdessen eine Politik in der Stadt aussehen kann, die an Demokratie und Solidarität orientiert ist: als Bau- und Planungspolitik sowie immer auch als Politik der Konfliktaustragung, als Architekturtätigkeit, die sich kritisch positioniert und Allianzen mit sozialen Bewegungen eingeht. Ein radikaldemokratischer Ansatz zur Architektur ist hier formuliert mit einem prüfenden Blick auf realisierte Utopien des Roten Wien der 1920er Jahre sowie anhand der (Selbst-)Kritik der partizipativen Planung, in Bündnissen mit Bewegungen von unten. Zwischen Theoriebegriff und eingreifender Praxis geht es darum, gerade in einer Krise der Demokratie deren Räume und Spielräume nicht nur zu verteidigen, sondern auszubauen.

2019
Bodenpolitik für leistbares städtisches Wohnen
Wien
Auteur: Autorinnen: Gabu Heindl, Elisabeth Kittl
Uitgever: Grüne Bildungswerkstatt
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Die Lebensqualität einer Stadt, ihre bauliche Form und die Leistbarkeit von städtischem Wohnen sind untrennbar verbunden mit gemeinwohlorientierter Bodenpolitik. Vor allem in wachsenden Städten wie Wien ist es unumgänglich, die wertvolle Ressource urbanen Bodens, die nicht reproduzierbar ist, dauerhaft für demokratische Stadtentwicklung zu sichern. Es geht darum, Boden als Gemeingut zu definieren und gerade nicht als Ware oder Renditeobjekt.

Im Österreich-weiten Kontext braucht es Bodenschutz-Maßnahmen, um die kontinuierlich wachsende Zersiedelung und unkoordinierte Verbauung der Kulturlandschaft zu stoppen. Dieses Papier setzt den Schwerpunkt allerdings auf den städtischen Raum, speziell Wien, und den Zusammenhang von steigenden Grundstückspreisen und steigenden Wohnungskosten, die sich gegenseitig bedingen. Im Weiteren wird deshalb auf Instrumente der Bodenpolitik mit der Perspektive auf Beendigung der aktuellen Spekulation mit städtischen Grundstücken fokussiert. Dieser Fokus hat mit zur Folge, dass viele stadtpolitische Themen, die für eine gerechtigkeitsorientierte lebenswerte Stadt ebenso wichtig sind, hier nur implizit vorkommen. Das betrifft auch wichtige bundespolitische wohnungsrelevante Themen wie Mietrecht, aber auch Lohn- und Arbeitsmarktpolitik.

Wenn wir von der Leistbarkeit von städtischem Wohnen bzw. Wohnbau sprechen und nicht etwa von Urbanität allgemein, dann deshalb, weil wir vom Recht auf Wohnen als einem artikulierten und in Österreich ratifizierten Menschenrecht ausgehen: Mit Wohnen in der Stadt ist in diesem Papier zugleich immer mehr als Wohnen gemeint, beziehungsweise verstehen wir die Urbanität vom Wohnen aus – somit auch das Wohnumfeld mit hochwertigem Freiraum und guter Infrastruktur. Es geht um gleichberechtigte Möglichkeiten und Zugänge in Sachen Arbeit, Freizeit, Verkehr, Kultur und vieles andere. Und „Leistbarkeit für alle“ steht und fällt mit der Wahlfreiheit für alle, also damit, dass es leistbares Wohnen auch in zentralen Lagen gibt.

Bodenpolitik ist Umverteilungspolitik. Der 2019 erscheinenden Sammlung bodenpolitischer Argumente und Instrumente liegen zwei Prämissen zugrunde, die quer stehen zu einer ungehinderten Kommodifizierung von Wohnraum und städtischen Bodenflächen: leistbares Wohnen als öffentliches Interesse und Sozialpflichtigkeit von Eigentum, hier spezifisch des Grundeigentums.

2019
Building Critique – Architecture and its Discontents
Leipzig
ISBN: 978-3-95905-237-5
Auteur: With contributions by: Eyal Weizman, Jane Rendell, Pelin Tan, Nina Kolowratnik, Gabu Heindl, Christina Linortner, Michael Klein, Iva Cukic, Liza Fior, Johannes Pointl, Matteo Trentini, Ana Jeinic, Ruth Sonderegger
Uitgever: Editors Gabu Heindl, Michael Klein, Christina Linortner Co-editor: Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Can architecture be critical despite its interdependent relationship with power and profit? Critique, as some would have us believe, is dead, an unnecessary leftover from a time of emancipatory promises. We disagree. Critique is alive and kicking, and very much needed today. This book aims to demonstrate this by showcasing a range of approaches of critique and engaged architectural practices that involve design, theory, and activism.

2016
Solidarität - Wie entstehen demokratische Räume
Basel
Auteur: Gabu Heindl
Uitgever: Österreichische Gesellschaft für Architektur
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Wo zeigen sich Nahebeziehungen zwischen Architektur und Solidarität - zumal in demokratiepolitischer und in Bezug auf Machtverhältnisse kritischer Sicht? Traditionellerweise wird Solidarität als Zusammenhalt unter Gleichaltrigen gefasst; der Begriff gilt etwa als Variante der "Brüderlichkeit", die, national definiert, zur "Freiheit" und "Gleichheit" hinzukommt, oder über nationale Gleichartigkeit hinaus, als Zusammenhalt von Proletariern, eben aller "Länder".

2015
Spielräume | free play
Graz
Uitgever: Gabu Heindl
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Spielräume | free play widmet sich dem Verschwinden kleiner Spiel-Räume in der Stadt als Effekt des großen Spiels mit der Stadt in neoliberalen Zeiten.

Spielen öffnet ein Fenster in der Zeit und im Raum der Handlungen, einen Bereich, in dem es nicht um materielle Interessen geht. Vom Spielbegriff des Kulturhistorikers Johan Huizinga her gedacht, wird der Spielplatz zu einem Lackmustest für die Einrichtung von Gemeinwesen, insbesondere für gegenwärtige Stadtentwicklung: Wer übernimmt heute das Mandat für Räume ohne Profit-Interessen, wie der Spielplatz einer ist?
Spielräume | free play widmet sich dem Spiel und seinen urbanen Plätzen – und dem Verschwinden kleiner Spiel-Räume als einem Effekt des großen, freien Spiels der Marktkräfte mit der Stadt. Urbane Spielplätze sind Indikatoren für Planungskultur im öffentlichen Raum.
Das gilt gerade heute, wenn Utopien und wohlfahrtsstaatliche Versprechen der Moderne als nicht realitätsgerecht abgetan werden – eben auch die Agenda, dass Spielen in der Stadt für alle Platz und Infrastruktur haben muss.

Reader zur Ausstellung mit Projekten von: Aldo van Eyck, Alfred Trachsel, BIG | Topotek1 | Superflex, Drehli Robnik, Gabriele Kiefer, Gabu Heindl, ibini, Margerl, Nils Norman, Kurt Razelli, Recetas Urbanas, Sandra Sternberg | Christoph Schomberg, Willi Dorner | Lisa Rastl

2009
position alltag. architecture in the context of everyday life
Graz
ISBN: 3901174680
Auteur: Mit Beiträgen von: Ellen Bareis, Gabu Heindl, Ernst Hubeli, Otto Kapfinger, Nils Norman, Marc Ries, Riklef Rambow
Uitgever: Hg. Gabu Heindl / Markus Bogensberger
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Die Publikation zeigt, wie sich Architektur in unterschiedlichen Alltagskontexten positioniert bzw. in
alltglichen Gebrauchskontexten wahrgenommen und genutzt wird.
Neben einer Annäherung an fünf unterschiedliche Positionen des Alltäglichen demonstriert das Buch
anhand einer Dokumentation der HDA-Ausstellung “Architektur 24/7 – eine alltägliche Beziehung”,
wie Architekturfotografie abseits des menschenleeren Hochglanzformats aussehen kann.

2008
Arbeit Zeit Raum
Wien
ISBN: 978-3-85132-536-2
Auteur: Mit Beiträgen von: Karin Harrasser, Gabu Heindl, Siegfried Mattl, Klaus Neundlinger, Drehli Robnik, Andreas Rumpfhuber, Ines Schaber, Bettina Vismann / Nathalie Bredella
Uitgever: Hg. Gabu Heindl
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An welchen Orten arbeiten wir? Und wie sehen Räume prekärer Arbeit aus?

Das Bürohaus, die Fabrik mit Stechuhr und Fließband sind Raumbilder aus Zeiten fordistischer Effizienz und Disziplin. Wie aber sehen die postfordistischen Arbeitsräume der “flachen” Hierarchien, der flexiblen Kooperation und ausdifferenzierten “Kreativität” von heute aus?

Bauten und Bilder der Arbeit in Architektur und Urbanismus, Kino und Internet, Fotografie und Philosophie: Dieses Buch versammelt materielle und mediale Räume, sowie historische und theoretische Ansätze, um das Verhältnis von Raum und Bild zu gegenwärtigen Arbeitsformen auszuloten.