Generalplanung Freiraum Campus WU

Wien
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Visualization © BOA büro für offensive aleatorik
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Photo © BUSarchitektur mit BOA büro für offensive aleatorik
Arquitectos
BUSarchitektur
Endereço
Südportalstrasse, 1020 Wien
Ano
2013
Custo
Undisclosed
Pisos
1-5 Stories
Wettbewerb

1. Preis

Zeit
2008-2013

DER FREIRAUM AM CAMPUS WU – Der Campus ist eine Sequenz von ineinander greifenden Räumen. Die Gebäude auf den Baufeldern qualifizieren den Raum in architektonischer Hinsicht. Das Leitbild des Masterplans bestimmt auch die Gestaltung der Freiräume. Ein Gewebe von innen- und außenliegenden Räumen, definiert durch die Position der Eingänge in Bezug auf die Plätze, erzeugt die geforderte Atmosphäre.

Der Freiraum im neuen Campus der WU Wien ist Umfeld und Kontext für die architektonischen Objekte. Als Umfeld definiert er Ränder und Schnittstellen zum „Nachbarfeld“ sowie räumliche Sequenzen zur Bildung einer Gesamtheit. Als Kontext bildet er Stationen des aktiven Austausches und Orte der introvertierten Lehre und Forschung.

Der Campus ist als „Walk Along Park“ konzipiert und bildet in den verschiedenen Stationen Platzsequenzen, die über Gassen im Grünen zu den spezifischen Bereichen führen. Die Sequenzen sind so gestaltet, dass jeder „Bildungsweg“ auch ein Erlebnisweg wird. Wichtig für die Umsetzung der Lagequalität ist der immer gegenwärtige Sichtbezug zum grünen Prater.

FUNKTIONELLE GLIEDERUNG DES CAMPUS – Der Campus erfüllt neben den gesellschaftlichen Funktionen der Wirtschaftsuniversität auch soziale Funktionen im städtischen Leben sowie Funktionen der Aufwertung des Standortes und der gesamten Region. Diese in einem breiteren Kontext eingebetteten Funktionen werden in den Handbüchern zur Masterplanung für den Architekturwettbewerb näher dargestellt. Die technischen Funktionen des Campus werden in den Unterlagen zum Integralen Leitkonzept der Masterplanung und in den technischen Berichten der jeweiligen Fachplaner beschrieben. An dieser Stelle wird die räumliche Konfiguration des Campus in funktioneller Hinsicht dargestellt.

Die räumlichen Funktionen des Campus bestehen im Wesentlichen in der Trennung zwischen Stadtraum und Campus durch eine grüne Grenze und deren Übergang in den Campusraum, in der Ausbildung einer Platzsequenz von sechs Plätzen mit jeweils unterschiedlichem Ambiente im Campusinneren und in der Abgrenzung einzelner Baufelder mit unterschiedlichem Nutzungsmix durch die Definition der Baufelder im Masterplan und durch das Raum- und Funktionsprogramm.

DER FREIRAUM UND DIE LANDSCHAFT. Die grüne Grenze um den Campus – Der gesamte Campus wird durch Bäume und Sträucher, also eine natürliche grüne Grenze umgeben. Diese bildet einen Filter zum Stadtraum und zum Straßenverkehr. Über sechs Eingänge und fünf Passagen kann der Campus 24 Stunden lang betreten, durchquert und verlassen werden. Der Ginkgobaum prägt als kontinuierliches Element diese Grenze. In Japan ist der Ginkgobaum der meistgepflanzte Straßenbaum und er wurde in den letzten Jahren auch bei uns immer häufiger gepflanzt. Seine Widerstandsfähigkeit, der schlanke Wuchs und die intensive Herbstfärbung machen ihn besonders wertvoll. Die grüne Grenze des Campus setzt sich aus verschiedenen räumlichen Situationen zusammen. Die Beziehung zwischen der grünen Grenze und den zentralen Räumen des Campus verläuft in verschiedenen Schichten, die räumlich wahrnehmbar werden. Ein breiter Filter aus Ginkgo in geordneten Gruppen verläuft südseitig von Baufeld W2. Der Fuß- und Radweg wird linear geführt. Einzelne Sitzelemente begleiten den Weg im unmittelbaren Gebäudeumfeld. Vereinzelte Heckenblöcke wirken als gliedernde Elemente.

Die Plätze auf dem Campus – Sechs Plätze strukturieren den öffentlichen Raum innerhalb des Campus in Form einer Platzsequenz. Jeder Platz wurde auf die Funktionen und Proportionen der jeweils benachbarten Baufelder abgestimmt.

PLATZ 1 - LOUNGE WU (westlicher Campuszugang) – Platz 1 ist der „Empfang“ des Campus bei der Executive Academy mit Taxistand, Nähe zum Hotel und der Messe. Wartebereiche und Orte des zufälligen Treffens sind das Charakteristikum des Platzes. Eine befestigte Freifläche bildet eine leichte Mulde und ist teilweise von Bäumen überschirmt. Flexible, farbige Kunststoffformen laden zum Sitzen und Liegen ein. Der Rand der Fläche ist zum Prater kontinuierlich erhöht und bildet einen Übergang in Form einer aufgewölbten Geländeform als Rand zur Straße und zum „Messehotel“. Im Zugangsbereich zum Campus wird ein Kunstobjekt situiert.

PLATZ 2 - EXPO WU (westlich zwischen W1 und W2) – Eine inselartige Struktur in der allgemeinen Freifläche sitzt erhöht über einer Wasserfläche von unterschiedlicher Breite. Die Fläche ist über Rampen erreichbar und kann als Sonnendeck sowie als Außenraum des benachbarten Cafés genutzt werden. Als Schattenspender und Merkzeichen auf der Fläche fungiert ein Solitärbaum. Die gegenüber der Freifläche leicht erhöhte Wasserfläche ist teilweise bepflanzt. Der Rand ist als Sitzmöglichkeit ausgebildet. Ein Kunstobjekt befindet sich am westlichen Platzzugang.

PLATZ 3 - RELAX WU (östlich zwischen W1 und W2) – Am Platz mit den Spezialbibliotheken werden die Funktionen Relaxen und Lesen im Freien angeboten. Der Lichthof der Tiefgarage (Stiege 1) wird mit hohem Bambus bepflanzt. Die Stiegenhäuser zur Tiefgarage sind generell verglast (Brandschutzverglasung), um ein Maximum an Tageslicht in die Tiefgarage zu leiten. Ein Kunstobjekt bildet den östlichen Abschluss des Platzes.

PLATZ 4 - BÜHNE WU (zentral vor dem LLC) – Die große Freifläche des zentralen Platzes bekommt südseitig aufgefaltete und begrenzende Aussichtsbalkone aus schräg gestellten Flächen als Holzdeck oder aus Ortbeton. Der Platz fungiert bei Events als technologische, multifunktionale Plattform. Alle Wege des Campus münden in den Platz. In der Freifläche wirkt eine Baumgruppe als Schattenspender und Gegengewicht zur großen Kunststofffläche. Der Lichthof zur Tiefgarage (Stiege 2) wird wie beim Platz „Relax WU“ ausgeführt.

PLATZ 5 - PATIO WU (zwischen O1 und O2) – Der Platz steigt an der Nordseite in mehreren Stufen zum ebenfalls stufenförmig entwickelten Gastronomiegebäude an, das vom Platz durch Stiegen und Rampen erreichbar ist. Die Terrasse des Gastronomiebereiches bildet ein wesentliches Element des Platzes. Ein dichtes Dach aus schirmförmig geschnittenen Platanen, die im strengen Raster gepflanzt werden, spendet Schatten und Kühle. An der Westseite des Platzes schiebt sich eine Baumreihe in Verlängerung des Durchganges in den Platz hinein. Ein Lichthof beherbergt Stiege 3 der Tiefgarage.

PLATZ 6 - FORUM WU (östlicher Zugang des Campus) – Hier befindet sich der östliche Zugang des Campus, der vor allem von Studierenden auf dem Weg zu Vorlesungen im Hörsaalzentrum frequentiert werden wird. Die Terrassenlandschaft des Hörsaalzentrums wird reflektiert in einer befestigten Freifläche, die eine Auffaltung auf ein höheres Niveau bildet. Bäume und gärtnerische Elemente sind im Raster eingebettet. Das Verweilen und der Austausch nach den Vorlesungen wird durch Sitzelemente begünstigt. Kunstobjekte flankieren den Platz und markieren den Zugang zum Campus. Der Lichthof der Tiefgarage für Stiege 4 befindet sich zentral am Platz und wird frei von hoher Vegetation ausgeführt.

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