© Günther Kresser
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Kunstraum Innsbruck

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Lieu
Maria Theresienstraße 34, 6020 Innsbruck
Année
1996
Client
Fam.Thoman

Heimstätte des Innsbrucker Kunstraums ist eine 700 m² große ehemalige Papierlagerhalle, die als bemerkenswertes Dokument der Ingenieursbaukunst um 1930 in einem Hinterhof der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße errichtet und bis vor wenigen Jahren für die Aktivitäten der Innsbrucker Kunsthalle genutzt wurde.

Wenn der Ort einen Genius hat, sollte man ihn nicht verscheuchen.
Beim Umbau wurde bewusst der Versuch unterlassen, den Altbestand mit kühnen Neubaumaßnahmen zu konterkarieren, und konzentrierte sich darauf, mit wenigen Mitteln den „genius loci“ zu modifizieren.

An der bestehenden Halle mussten kaum Umbauten erfolgen, da die Proportionen und der Rhythmus der Säulen und Unterzüge sehr geglückt sind und der sachliche Charakter des Raumes die besten Voraussetzungen für zeitgemäße Ausstellungen bildet.

Die Tageslichtsituation wurde durch zusätzliche Lichtkuppeln und Fenster zur Außenwand verbessert, mobile Trennwände zwischen den Säulen schaffen variable Ausstellungsflächen.
Säulen und Unterzüge selbst bleiben unverkleidet.
Weitere Einbauten (Fluchttreppe, Brandabschnitte, Toiletten, etc.) beziehen sich auf die behördlichen Vorschriften.
Für den flexiblen Verwaltungsteil wurde ein schlichtes Möbelsystem entworfen .

Bei der Gestaltung des Eingangs hingegen ging es darum, einen Blickfang zu schaffen.
Ein deutliches architektonisches Zeichen soll auf die neue Nutzung der Halle verweisen und eine repräsentative Aufgangssituation schaffen, die die Besucher über ein halboffenes Treppenhaus zum Eingang des Kunstraums führt.

Die neue Wandscheibe als Ergänzung der Hauptfassade ist einerseits Träger eines Flugdachs und andererseits raumbildendes Element für einen neu zu definierenden Skulpturenhof.
Darüber hinaus schirmt die Wand den Kunstraum gegen die darunter situierte Papierhandlung ab, das neue Treppenhaus kommt dem Besucher einladend entgegen.
Man kann es durch den Torbogen zur Maria-Theresien-Straße wahrnehmen, weiß und nüchtern, als architektonisches Logo des Kunstraums.

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