MAM Competence Center
Foto © Paul Ott
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MAM Competence Center - Grafik
Dibujo © INNOCAD architecture
MAM Competence Center - Lageplan
Dibujo © INNOCAD architecture
MAM Competence Center - Erdgeschoß
Dibujo © INNOCAD architecture
MAM Competence Center - OG 1
Dibujo © INNOCAD architecture
MAM Competence Center - Untergeschoß
Dibujo © INNOCAD architecture
MAM Competence Center - Höhenabschnitt
Dibujo © INNOCAD architecture

MAM Competence Center

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Ubicación
Großhöflein
Año
2021
Cliente
MAM Health & Innovation GmbH

Der österreichische Babyartikel-Hersteller MAM gleicht als Unternehmen einem wachsenden Organismus, folglich soll dessen neues Forschungs- und Entwicklungszentrum sich ebenso über die Jahre an den steigenden Platzbedarf anpassen. Dieser komplexen Aufgabenstellung des organischen Wachstums antwortet das architektonische Konzept mit dem Prinzip der Zellteilung. Ausgehend vom ersten Bauabschnitt, der aus drei kreisförmigen ineinander-greifenden Baukörpern (Zellen) besteht, spalten sich bis zum fünfteiligen Endausbau immer neue Segmente mit ähnlicher programmatischer (genetischer) Information ab, die mit ihren Vorgängen verbunden bleiben.
Daraus entsteht ein organisches, wachsendes Gebäude, in dem die jeweiligen Bauphasen ineinander übergreifen und jeder Teil in sich funktioniert, aber vom jeweilig anderen profitiert.

Aus städtebaulicher Sicht fügen sich die dem Geländeverlauf folgenden Volumina behutsam in die hügelige Landschaft ein. Die beweglichen, Bronze-eloxierten und perforierten Aluminiumlamellen der Fassade sowie die übergrünten Dächer folgen der Intension der Einfügung in die Landschaft.
Dieses holistische Projekt vereint unser Wissen zum Thema Human-Centered Design, das durch jahrelange Analyse, Recherche sowie die transdisziplinäre Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Experten erarbeitet wurde. Diese Erkenntnisse und der inhaltliche Grundsatz, den Menschen mit seinen psychologischen, physiologischen, kognitiven und sozialen Bedürfnissen in den Mittelpunkt zu stellen, sind in den demokratischen Entwurf eingeflossen, der jedem Mitarbeiter, egal wo er sich im Gebäude befindet, die gleiche räumliche Qualität sowie Zugang zu Tageslicht ermöglicht.

Die architektonische Gestaltung inkludiert die forschungsbasierten Strategien des Biophilic Design aus der von Terrapin Bright Green publizierten Studie „14 Patterns of Biophilic Design“, die durch natürliche Materialien, dynamischem und diffusem Licht sowie einer optimierten Akustik in der Ganzheit einen fließenden organischen Lebens- und Handlungsraum entstehen lassen.

Den sogenannten Zellkern der Gebäude bildet ein zweigeschossiger Atrium-Wintergarten, der mit seinem glaushausartigen Dach und Pflanzen den Mitarbeitern einen Hybrid aus Außen- sowie Innenraum bietet. Gleichzeitig gewährleistet dieser witterungsgeschützte Bereich eine natürliche Belichtung der tiefen Baukörper und eine räumliche Verbindung zwischen den Etagen.

Rund um das Atrium sind die sogenannten Kernzonen mit Besprechungs- und Serviceflächen angeordnet, danach folgen offene Kommunikationsbereiche mit temporären Arbeitsmöglichkeiten und entlang der Außenfassade die Arbeitsplätze mit ihren Fokusboxen als Rückzugs- sowie Konzentrationsräume.

Ein einziger Erschließungsring verbindet alle Gebäudeteile und schafft sowohl in Bezug auf das Volumen als auch auf die Erschließung ein hocheffizientes System. Durch die kreisförmigen Baukörper und deren Verschränkungen über alle Stockwerke ergibt sich eine einzigartige, dynamische Wegeführung, die körperliche Aktivität fördert und auch auf kognitiver sowie kommunikativer Ebene eine Abwechslung darstellt. Das Gebäudelayout sowie die Distanzen basieren auf dem menschlichen Maßstab und die primären Wege mit ihrem zirkularen Aufbau entsprechen einem natürlichen Mobilitäts-Flow. Der mäanderartige Aufbau resultiert aus dem menschlichen Bedürfnis nach einer Balance aus Übersichtlichkeit und Großzügigkeit als auch Rückzug und Sicherheit.

Das Innenraumkonzept wirkt sich durch die vielfältigen Biophilie-Interventionen positiv auf das Wohlbefinden aus, so unterstützen zum Beispiel die wissenschaftlich fundierten fraktalen Muster des textilen Bodens stress-reduzierende Mechanismen im Körper und die Dachgärten mit Outdoor-Arbeitsplätzen ermöglichen eine weitere Verbindung mit der Natur.

Der gesamte Energiebedarf für Heizung sowie Kühlung wird aus erneuerbaren Energiequellen gespeist und die kompakte zylindrische Form des Gebäudes mit großem Volumen bei kleiner Oberfläche trägt zur Energieeffizienz bei. Die sensorgesteuerte Lamellenfassade reagiert automatisch auf den Sonnenstand, schützt vor Wärmeeintrag im Sommer und generiert im Winter durch das raumhohe Fensterband passivsolare Wärmegewinne.

Das ganzheitliches Gebäude-Konzept des MAM Competence Center steigert als inspirierende, innovative gebaute Identität nicht nur das menschliche Wohlbefinden und transportiert die Wertvorstellung des Unternehmers, sondern leistet darüber hinaus einen nachhaltigen Beitrag für eine bessere Zukunft.

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