Kunstspeicher Prantl

Pöttsching
Längsansicht
Photo © Klaus Frahm, Börnsen
Ansicht
Photo © Klaus Frahm, Börnsen
Fuge zwischen Sockel und Auskragung
Photo © Klaus Frahm, Börnsen
Treppe zum Bilderlager
Photo © Klaus Frahm, Börnsen
Belichtung Bilderlager
Photo © Klaus Frahm, Börnsen
Ingénieurs
TRAGRAUM Ingenieure PartmbB
Lieu
Pöttsching
Année
2008
Client
privat
Objektplanung
CARSTEN ROTH ARCHITEKT, Hamburg

Der Bildhauer Karl Prantl hat im österreichischen Pöttsching eine Landschaft mit Skulpturen, Bäumen und Architekturen geschaffen, in die ein neues Gebäude, ein Bilderlager für die Werke seiner als Malerin arbeitenden Frau Uta Prantl, einzufügen war. Dieses Gebäude, das selber nicht Skulptur sein, aber klare Haltung zum Kontext beziehen sollte, stellt sich als Gebäudeblock dar, der über dem Erdgeschoss zu schweben scheint. »Es gibt kein Außen und kein Innen, es gibt nur einen Raum auf der Welt. Wie ein Steinbruch verweist auch das Bauwerk auf weichere oder härtere Schichten, die unterschiedlich erodiert sind.« 1)

»Der Speicher ist aus mehreren Schichten gebildet, die sich erst in der Bewegung erschließen. Durch den Garten schreitet man an der schwebenden Längsflanke entlang. Die Schatten der kahlen Äste eines Baumes fallen auf die weiße Wand, Klar hebt sich über der horizontalen Linie einer tiefen Fuge der obere vom unteren Bauteil ab, was den Eindruck des Schwebens noch verstärkt [..] die Fugen mussten so tief ausgebildet sein, dass der Baukörper wie ein ausgehöhlter Stein wirkt und so auf die Skulpturen reagiert, ohne mit ihnen in Konkurrenz zu treten.« 2)

Das Gebäude sollte in dem als Bildlager dienenden Obergeschoss zum einen den klimatischen Ansprüchen eines Museums und zum anderen dem künstlerischen Entwurf des Architekten mit einer weiten Auskragung, die durch eine Fuge vom Sockel getrennt ist, gerecht werden.

Die Auskragung selbst und die Lastübertragung in der am maximal beanspruchten Rahmeneck angeordneten Fuge stellen eine hohe konstruktive Anforderung an die tragend ausgebildeten Wandflächen in Verbindung mit den quer spannenden massiven Stahlbetondecken dar. Die freie Auskragung des Obergeschosses beträgt ca. 17,5 Meter.

1) Architektur in Hamburg, Jahrbuch 2008, Junius Verlag GmbH, S.140
2) architektur.aktuell, Springer Wien New York, April 2009, S.85

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