Ulrichsberg: Schneider & Lengauer Architekten gestalten neue Feuerwache

Manuel Pestalozzi
6. Mai 2021
Da der Neubau vom Siedlungsgebiet etwas abgesetzt ist, kommt seine Zeichenhaftigkeit gut zur Geltung. (Visualisierung: Schneider & Lengauer Architekten)

Das Büro konnte sich in einem geladenen Wettbewerb durchsetzen. Sein signalroter Holzbau könnte künftig zur Identität des Ortes beitragen.

Eine neue Feuerwache wird künftig das Ortsbild von Ulrichsberg mit prägen: Direkt an der Ortsumfahrung soll der Neubau entstehen. Er wird eine Fahrzeuggarage mit 4,5 Stellplätzen sowie die erforderlichen Umkleideräume aufnehmen. Hinzu kommen ein Kommandoraum, ein Bereitschaftsraum sowie weitere Neben- und Schulungsräume. Komplettiert wird das neue Einsatzzentrum durch Räumlichkeiten für die Bergrettungsortsstelle des Bezirks Rohrbach.

Gebaut wird die Anlage nach den Plänen von Schneider & Lengauer Architekten, die sich im Wettbewerb durchsetzen konnten. Sie schlagen einen Bau in Signalrot vor, der durch seinen zeichenhaften Schlauchturm und große Glastore geprägt wird. Ein vier Meter weit auskragendes Vordach soll die Ausfahrtsbereiche vor direkter Bewitterung schützen. Großformatige Verglasungen der Kommando- und Bereitschaftsräume beziehungsweise der Leitstelle der Bergrettung bieten eine gute Sicht auf Vorplatz, Fahrzeughalle und Umgebung. Feuerwehr und Bergrettung teilen sich ein gemeinsames Foyer. Eine einläufige Stiege führt von dort ein Halbgeschoss nach unten zu den Einsatzfahrzeugen. Eine weitere Treppe erschließt indes das Obergeschoss. Dort befindet sich der eingangs angesprochene Jugend- und der Schulungsbereich.

Die Wache wird als Niedrigstenergiebauhaus ausgeführt. Die erdberührenden Bauteile werden aus Beton bestehen und eine Holzkonstruktion aus Stützen, Riegelwänden und Brettschichtträgern tragen. Die Holzoberflächen sollen im Gebäudeinneren sichtbar bleiben. Auch für die geschlossenen Fassadenteile schlagen die Architekten eine Holzverkleidung vor – allerdings ist die Detailplanung noch nicht fertig. Noch in diesem Jahr sollen die Bagger anrollen und die Bauarbeiten beginnen. Rund EUR 1,9 Millionen sind für das Projekt budgetiert. Die Einsatzkräfte freuen sich – bisher fehlt ihnen ein moderner Bau, der ihren Anforderungen gerecht wird.

Die Schnitte und Ansichten zeigen, wie das Gebäude in die Topographie eingebettet wird. 

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