Rochus 1090

Wien
Architectes
Söhne & Partner Architekten
Année
2012
Coût
Non indiqué
Étages
Non indiqué
Bauphysik / Akkustik

Büro Jira

Lichtdesign
Illuminator

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Fotografie
Severin Wurnig

„WIR SIND ...

Zeitlos und Zeitgeist / Café / Bar / Lounge / Wohlfühlzentrum im Neunten / Südterrasse / Geschäftsessen / Wiener Schanigarten / International / Lieblingstreffpunkt / Brunch / Kinder-, mama- und papafreundlich / entschleunigend / Party / Frühstück / Dein Team / Qualität

... DEINE FREIZEIT“

Bei der Planung des Projekts wurde versucht, alle diese Anforderungen zu berücksichtigen und zu integrieren – ohne dabei aber die Idee einer einheitlichen architektonischen Linie zu vernachlässigen.

So standen bei der Generalsanierung des bereits im 19. Jahrhundert entstandenen Cafes am Bauernfeldplatz in 1090 Wien vor allem die Verbindung der unterschiedlichen Ebenen und die Öffnung des Lokals hin zum Straßenraum im Vordergrund.

Ein besonderes Element bei der Renovierung des Gebäudes war der seit 1913 bestehende Wintergarten. Anstatt diesen wegen seiner besonderen Baufälligkeit abzureißen, entschlossen wir uns, den Zubau zu erhalten und zu sanieren.

Durch die Öffnung der Portale zu raumhohen Fenstern verbindet der Wintergarten nun nicht nur Innen- mit Außenraum sondern auch die unterschiedlichen Niveaus des Lokals und bildet somit die zentrale Ebene des Gebäudes.

Durch eine ungünstige Anordnung der Räume befand sich die Küche vor der Sanierung im Mezzanin, während der Gastraum in das Souterrain verbannt wurde. Auch das Stiegenhaus war zu veraltet und baufällig und bot weder Platz für das bequeme Vorankommen der Gäste noch war die Durchgangslichte bauordnungsgemäß.

Mit dem Umbau des Stiegenhauses gelang eine markante Verbindung aller vier Ebenen (Erdgeschoss mit Souterrain und Erdgeschoss mit Mezzanin) sowie die Neuanordnung der Räume. So kam die Küche ins Souterrain und im Gastraum kann man nun – Raucher oder Nichtraucher - die Aussicht über den Bauernfeldplatz genießen.

Der Grundriss des eben erwähnten Gastraumes legt sich U-förmig um den Gebäudekern, was die Idee hervorrief, diesen optisch mit Hilfe von dunklen Beschichtungen und Spiegeln zu entmaterialisieren. Im Großen und Ganzen handelt es sich dabei um die Hinterlandschaften der Bars mit den verspiegelten Säulen und Polsterwänden. Im Gegensatz dazu werden die Bars und die vier Ethanolkamine im Raum durch die goldene Beschichtung der Oberflächen besonders hervorgehoben und in Szene gesetzt. Doch der Gastraum im Mezzanin bietet nicht nur Kamine, Bars und Raucher- bzw. Nichtraucherbereiche, sondern auch eine Erhöhung gegenüber der Straße um ganze 2,40 Meter. Durch das Entfernen der Brüstungen und das Anbringen raumhoher Fenster bringt es dem Raum neben viel Luft und Licht wiederum eine Öffnung hin zum Straßenraum.

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